25.06.2019 
CDU und CSU reiten die Bitcoin-Libra-Welle

Unionsparteien wollen den Krypto-Euro

Erst schwillt der Bitcoin-Hype wieder an, dann kommt Facebook mit seinem Libra-Konzept - da wollen die Unionsparteien im Bundestag offenbar nicht hinten anstehen: CDU und CSU sprechen sich für die Einführung einer Krypto-Währung namens E-Euro aus.

"Wir möchten die Vorteile der Blockchain-Technologie von der Schattenwirtschaft in legale und seriöse Geschäftsmodelle überführen", zitiert der "Tagesspiegel" aus dem Entwurf eines Eckpunktepapiers, über das am heutigen Dienstag in einer Fraktionssitzung abgestimmt werden solle.

Der digitale Euro, wie ihn sich die Unionsparteien vorstellen, "könnte im grenzüberschreitenden Verkehr zu einer einfachen, kostengünstigen und schnellen Zahlung eingesetzt werden", so das Papier weiter. Die Idee ist demnach, den E-Euro von Zentralbanken auszugeben. Er könne dann auch zum Kauf anderer Krypto-Währungen genutzt werden, heißt es.

Hintergrund: Erst in der vergangenen Woche hatte das soziale Netzwerk Facebook seine Pläne publik gemacht, eine weltumfassende Krypto-Währung namens Libra zu schaffen. Zu dem Zweck hat Facebook bereits eine Kooperation mit zahlreichen Konzernen vereinbart. Der Start des Facebook-Cybergeldes ist für 2020 geplant. Schon jetzt gibt es allerdings Kritik an dem Konzept.


Lesen Sie auch: Warum sollten wir ausgerechnet Facebook unser Geld anvertrauen?


Auch der Hype um den Bitcoin , die nach Marktwert bedeutendste Krypto-Währung, wurde in den vergangenen Monaten wieder entfacht. Nach seinem Absturz im Jahr 2018 hat der Bitcoin im laufenden Jahr ein regelrechtes Comeback erlebt. Gegenwärtig notiert ein Bitcoin bei rund 11.300 Dollar, so die Plattform Coinmarketcap. Zu Jahresanfang stand die digitale Währung noch bei einem Kurs von etwa 3800 Dollar.

cr

Mehr zum Thema