03.07.2018 
Lyft kauft knapp 80 Prozent aller US-Bikesharing Fahrten

Das steckt hinter Lyfts millionenschwerem Bikesharing-Deal

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2. Teil: Uber experimentiert mit E-Bike-Abos

Gerade für Kurzstrecken sind Fahrräder, E-Bikes und Roller aktuell enorm beliebt. Die Nutzung schlägt oft nur mit wenigen Euro oder Dollar zu Buche. Eine Fahrt mit Uber Jump kostet beispielsweise in einigen Städten zwei Dollar für bis zu einer halben Stunde - und für jede weitere sieben Cent pro Minute.

Künftig will Uber zusätzlich Abo-Modelle anbieten, bei denen sich Kunden für 12 Dollar wöchentlich oder 50 Dollar monatlich ein eigenes Jump-Elektrofahrrad samt Aufladestation mieten können.

In China, wo vor einiger Zeit gleich reihenweise Bikesharing-Unternehmen gegründet wurden, die die Straßen mit Billigfahrrädern fluteten, hat sich der Markt mittlerweile konsolidiert. Mit dem von Alibaba unterstützten obike und ofo, hinter dem Tencent und die Vermittlungsapp Meituan-Dianping stehen, haben sich hier zwei Hauptkonkurrenten etabliert, die ihre Dienste mittlerweile auch in Europa anbieten.

Allerdings gibt es hier - wie auch in Städten wie Zürich oder San Francisco - immer wieder Ärger, weil die Nutzer die Free-Float-Gefährte einfach rücksichtslos in der Landschaft abstellen. Probleme, mit denen aktuell auch das von Investoren gefeierte Roller-Startup Bird zu kämpfen hat.

Das Wartungspersonal; dass sich um die Fahrräder von Motivate kümmert, will Lyft indes wohlweißlich nicht ins Unternehmen integrieren, wie das "Wall Street Journal" berichtet. Die Beschäftigten sind gewerkschaftlich organisiert - eine Tatsache, die potenzielle Investoren abschrecken könnte.

Und bei der Finanzierung läuft es bei Lyft aktuell rund. Erst vor wenigen Tagen sammelte der Fahrdienstvermittler in einer von Fidelity angeführten Finanzierungsrunde 600 Millionen Dollar ein. Damit hat sich die Bewertung des Unternehmens auf 15,1 Milliarden Dollar erhöht - und liegt etwa doppelt so hoch wie noch vor rund einem Jahr.

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