29.12.2018 
Technologie-Trends

Buzzwords im Check: Was ist 2018 besser geworden?

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3. Teil: Künstliche Intelligenz - Noch am Anfang

Das Versprechen: Maschinen machen nicht mehr nur physische Arbeit, sondern treffen Entscheidungen und planen Strategien. Künstliche Intelligenz (KI) soll so dafür sorgen, dass immer mehr Gedankenleistungen automatisiert verrichtet werden, höherer Wohlstand entsteht und Menschen weniger arbeiten müssen. Viele Tech-Unternehmer wie Tesla-Chef Elon Musk sind überzeugt davon, dass die künstlich erschaffene Intelligenz irgendwann einmal die des Menschen überholen wird. Das wird "Singularity" genannt.

Die Realität: Umfassend den menschlichen Verstand wiederzugeben ist extrem schwierig. Die meisten Unternehmen konzentrieren sich deswegen auf bestimmte Bereiche - teils mit wichtigen Erfolgen wie der Einsatz von Präzisionsrobotern im Operationssaal. Gleichzeitig stößt KI an einige Grenzen. Um bei der Medizin zu bleiben: KI kann schlecht Mitgefühl vermitteln, beispielsweise bei der Überbringung von Diagnosen. Auch ist die Technologie bisher wenig originell. Ein Beispiel: Die Forscherin Janelle Shane versuchte, KI lustige Witze schreiben zu lassen - das Ergebnis war allerdings nur unfreiwillig komisch. Schließlich gibt es technische Hürden: Um die Technologie zu füttern und lernen zu lassen, sind viele Daten erforderlich. An die müssen Unternehmen und Forscher erst einmal gelangen. Weiter müssen die Daten korrekt eingeordnet und bezeichnet werden, damit die Technologie ihre Schlüsse daraus ziehen kann. Und um die Algorithmen über die großen Datenmengen laufen zu lassen, ist immense Rechenkapazität erforderlich.

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