05.12.2018 
Neue "Taxi-Regeln" für Uber und Co.

New York schießt scharf gegen die Gig Economy

Von

2. Teil: Andere Städte denken auch über strengere Regeln nach

Während andere Städte wie Seattle sich offenbar mit ähnlichen Plänen tragen, sind die Fahrdienstvermittler von dem Vorstoß wenig überraschenderweise wenig begeistert. Man sei zwar auch der Ansicht, dass alle Fahrer genug Geld zu leben verdienen sollten und wolle diese auch dabei unterstützen, erklärte ein Lyft-Sprecher. Allerdings drohten die neuen Regeln Fahrten zu und von Zielen außerhalb Manhattans unattraktiv zu machen, was für die Fahrgäste negative Folgen haben könnte,hieß es.

Uber warnte zudem vor steigenden Fahrpreisen angesichts der neuen Regeln.

In Deutschland will es Bundesverkehrminister Andreas Scheuer offenbar indes erst einmal mit einer Öffnung versuchen. Er sei gegen Verbote und Einschränkungen, sondern für Anreize, zitierte ihn vor einigen Wochen der "Focus". Man könne "beim Mega-Thema Mobilität" ja nicht einen Anbieter ausschließen.

Dazu, wie genau die neuen Regeln für Fahrdienste aussehen sollen, die spätestens 2021 in Kraft treten sollen, äußerte sich das Verkehrsministerium auf wiederholte Nachfrage von manager-magazin.de nicht. Bislang hatte Scheuer lediglich vage fabuliert, gerade auf dem Land könnten mit Fahrdiensten und Pooling-Systemen "ganz neue Möglichkeiten, gerade für ältere Bewohner" geschaffen werden. Bislang sind Fahrdienste wie Uber allerdings vor allem in Metropolen tätig, in denen eine deutlich größere Nachfrage herrscht.

Uber vermittelt in mehr als 70 Ländern der Welt Fahrangebote per Smartphone-App und versucht, sich auch für andere Verkehrsmittel als Mobilitätsplatform zu etablieren. Neben Elektroautos und E-Bikes streckt das Unternehmen aktuell seine Fühler auchin das Geschäft mit elektrischen Tretrollern aus.

Uber kehrt nach Frankfurt zurück

In Deutschland ist das Unternehmen nach umfangreichen Rechtsstreitigkeiten um seinen Fahrdienst Uber X jedoch nur mit einem sehr eingeschränkten Angebot in Städten wie Düsseldorf, München, Berlin und künftig auch Frankfurt aktiv. Dazu gehören Elektroautos ("UberGreen"), die Vermittlung klassischer Taxis sowie die von Mietwagen mit Chauffeur im Tarif UberX.

Anders als Taxis dürfen diese jedoch unterwegs keine Fahrgäste aufnehmen, sondern müssten streng genommen nach jeder Fahrt zu ihrem Ausgangspunkt zurückkehren. Eine Regelung, die von vielen Branchenteilnehmern als ineffizient und ökologisch verheerend kritisiert wird. Und an die sich offenbar auch nicht alle Fahrer halten.

2 | 2

Mehr zum Thema