11.09.2019 
USA fordern strenge Regeln für Facebooks Libra-Projekt

USA machen Druck auf Libra-Regulierer

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2. Teil: Muss bei der Regulierung nachjustiert werden?

Offenbar wollen die USA zudem erreichen, dass die Financial Action Task Force gegen Geldwäsche der OECD die Regulierung der Währung überprüft, schrieb die "Neue Zürcher Zeitung".

Facebook hatte im Juli angekündigt, seine Kryptowährung nur mit Zustimmung der Aufsichtsbehörden einführen zu wollen. Ein Moratorium für die Entwicklung, bis die Regulierer eine Antwort auf die neuen Regulierungsanforderungen gefunden haben, wie es Kongressabgeordnete forderten, ist für den Konzern aber offenbar keine Option. Man halte den Austausch mit Regulatoren für entscheidend für den Erfolg der Kryptowährung, erklärte der Konzern. "Die Zeit zwischen jetzt und dem Start" solle ein kollaborativer Prozess sein.

Mandelker stellte am Dienstag laut "NZZ" klar, dass sich die USA - auch wenn die Libra-Association in der Schweiz beheimatet sei - für das Projekt zuständig fühle. Es dürfte in ihren Augen erst erlaubt werden, wenn absolut sichergestellt sei, dass Libra allen Anforderungen genüge.

Reicht die bestehende Regulierung aus?

In der Schweiz freut man sich indes darüber, dass die Libra-Association Genf als Standort gewählt hat. Dies sei ein "positives Zeichen für den Wirtschaftsstandort" zitiert der Schweizer Rundfunk am Dienstag aus einer Antwort der Regulierung. Revisionsbedarf auf regulatorischer Ebene gäbe es keinen, die geltenden Gesetze würden ausreichen. Allerdings hat seitdem der oberste Währungshüter der Schweiz, Nationalbankpräsident Thomas Jordan, Kritik an der Libra geübt und betont, dass entsprechende Währungen die Schweizer Währungspolitik beeinträchtigen könnten, so der SRF.

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