29.11.2018 
Amazon drängt in den Gesundheitsmarkt

Wie Amazon mit KI Ärzte und Patienten ködern will

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3. Teil: Bis spätestens 2021 soll jeder Zugang zur digitalen Krankenakte haben

Auf Basis der dort gespeicherten Informationen soll die App etwa an Impftermine und Vorsorgeuntersuchungen erinnern können, vor Wechselwirkungen von Medikamenten warnen sowie digital Überweisungen, U-Hefte und Mutterpässe speichern. Auch Gesundheitsdaten wie Befunde, Laborwerte und Röntgenbilder können hochgeladen werden und mit behandelnden Ärzten geteilt werden. Ebenso können Fitnesstracker oder Geräte, die den Schlaf messen, an die App gekoppelt werden können. Andere Kassen wie die AOK oder die Techniker Krankenkasse haben ebenfalls Pilot- oder Testprojekte am Start.

Bis spätestens 2021 sollen nach dem Willen von Gesundheitsminister Jens Spahn sämtliche Versicherten gesetzlich garantierten Zugang zu ihrer digitalen Krankenakte haben und diese bei einem Wechsel der Krankenkasse auch mitnehmen können. Zudem sollen Bundesbürger auch ohne Gesundheitskarte per Smartphone oder Tablet auf ihre Patientenakten zugreifen können.

Neben elektronischen Patientenakten haben viele Anbieter auch andere Segmente der elektronischen Gesundheitsmarktes im Visier. Von Telemedizin über Arztbewertungs- oder Buchungsplattformen wie Doctolib, Doctena oder Jameda sehen viele auch in der Online-Beratung oder Online-Medikamenten-Bestellung die Möglichkeit, gute Geschäfte zu machen.

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