06.03.2018  Nächster Fund von Tiefsee-Forscher Paul Allen

Microsoft-Milliardär spürt verschollenes Kriegsschiff auf

Microsoft-Gründer Paul Allen (kleines Bild) und das Wrack der "USS Lexington"
AFP, AP
Microsoft-Gründer Paul Allen (kleines Bild) und das Wrack der "USS Lexington"

Rund 800 Kilometer vor der Ostküste Australiens ist das Wrack des im Zweiten Weltkrieg versenkten US-Flugzeugträgers "USS Lexington" entdeckt worden. Ein Suchteam unter Leitung von Microsoft-Mitbegründer Paul Allen fand das Wrack im Korallenmeer in einer Tiefe von rund 3000 Metern, wie das Team am Montag mitteilte. Fotos und Videoaufnahmen zeigen Bordkanonen und gut erhaltene Kampfflugzeuge, die zusammen mit der "USS Lexington" untergegangen waren.

Allen verkündete den Fund mit einem Video bei Twitter:

Die "USS Lexington" und der US-Flugzeugträger "USS Yorktown" hatten sich im Mai 1942 eine Schlacht mit drei japanischen Flugzeugträgern geliefert. Die "USS Lexington" - Spitzname "Lady Lex" - wurde bei der sogenannten Schlacht im Korallenmeer schwer beschädigt. Ein anderes US-Kriegsschiff versenkte den Flugzeugträger deswegen nach Ende der Schlacht.

Das Wrack wurde am Sonntag von Allens Forschungsschiff "R/V Petrel" im Korallenmeer aufgespürt. Das Suchteam entdeckte auch elf der 35 Kampfflieger, die mit dem Flugzeugträger untergegangen waren. Auf den Flugzeugen ist gut das Symbol der US Air Force zu erkennen. Auf einem Kampfflieger befinden sich zudem die Cartoonfigur Felix the Cat und vier kleine japanische Flaggen - vermutlich ein Symbol für Abschüsse.

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Der Oberbefehlshaber des US-Pazifik-Kommandos, Harry Harris, gratulierte Paul Allen und seinem Team zum Fund der "Lady Lex". Harris' Vater hatte während der Schlacht im Korallenmeer auf der "Lexington" gedient und die Gefechte überlebt. Mit der "Petrel" hat Allen bereits eine Reihe untergegangener Kriegsschiffe entdeckt, etwa im "Ironbottom Sound" vor der Pazifikinsel Guadalcanal oder im Golf von Leyte, wo Allen das Wrack der "Musashi", eines der größten jemals gebauten Schlachtschiffe aufspürte.

luk / afp

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