02.11.2017 
Hall of Fame der deutschen Forschung 2017

Wie diese beiden Männer Biotech und Digital-Wirtschaft in Deutschland anschieben

Von , Frankfurt
Ernst-Ludwig Winnacker (li.) und Wilhelm Scheer (re.)
Fritz Beck für manager magazin
Ernst-Ludwig Winnacker (li.) und Wilhelm Scheer (re.)

Informatik-Professor August-Wilhelm Scheer und Biotech-Pionier Ernst-Ludwig Winnacker in die Hall of Fame der deutschen Forschung berufen

Die Hall of Fame der deutschen Forschung hat zwei neue Mitglieder: August-Wilhelm Scheer, Pionier der Wirtschaftsinformatik an der Universität des Saarlandes und Ernst-Ludwig Winnacker, Emeritus für Biochemie an der Universität München. Die Wissenschaftler wurden am Mittwochabend bei einer Feier in Frankfurt in die virtuelle Ruhmeshalle berufen.

Scheer (76) erhielt die Auszeichnung für die Entwicklung einer Software-Architektur, die das digitale Managen aller Geschäftsprozesse eines Unternehmens erst auf breiter Basis möglich gemacht hat. Außerdem hat er zahlreiche Unternehmen gegründet, das Saarland zum Zentrum der Digitalwirtschaft gemacht.

Winnacker (76) hat neben seinen akademischen Meriten das "Biotech Valley" im oberbayerischen Martinsried mit gegründet und entwickelt. Als Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie als Gründungs-Generalsekretär des Europäischen Forschungsrates (ERC) war er prägend für die deutschen Hochschulen und Institute.

"August-Wilhelm Scheer und Ernst-Ludwig Winnacker haben gezeigt, was Neugier alles bewirken kann: wissenschaftliche Durchbrüche und die Entwicklung von Spitzentechnologien, um die wichtigsten Herausforderungen der Menschheit anzugehen", sagte Stefan Oschmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung und CEO von Merck.

Die Hall of Fame der deutschen Forschung zeichnet alljährlich Wissenschaftler aus, deren Arbeiten einen herausragenden Beitrag zur Weiterentwicklung der Forschung geleistet und somit auch den Wirtschaftsstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb zukunftsfähiger gemacht haben. Sie wird seit 2015 unterstützt vom Darmstädter Wissenschafts- und Technologie-Konzern Merck.

Zu der Festveranstaltung in Frankfurt waren neben den Top-Führungskräften von Merck auch Prominenz aus Wissenschaft und Wirtschaft angereist, darunter die Medizin-Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard. Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlandes (CDU), sprach ein Grußwort.

Die Hall of Fame der deutschen Forschung ist eine Initiative des manager magazins. Sie hat nun 22 Mitglieder, darunter Harald zur Hausen, Medizin-Nobelpreisträger von 2008, Stefan Hell, Chemie-Nobelpreisträger von 2014 und Karlheinz Brandenburg, Entwickler des Datenkompressionsverfahrens mp3.

Ausführliche Beiträge zu den Ausgezeichneten finden sich in der Ausgabe des manager magazins, die am 17. November in den Handel kommt.

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