03.01.2018 
Die Kunst, aus Zielen Erfolge zu machen

So werden Sie 2018 erfolgreich

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Bald starten in vielen Unternehmen die Jahresauftaktveranstaltungen. Sie sollen motivieren, das neue Jahr mit Energie und Tatendrang anzugehen. Meist werden neue - höhere - Ziele verkündet. Sie treffen in schöner Regelmäßigkeit auf den Unmut derer, die sie umsetzen sollen. Ich habe es bisher nur ein einziges Mal erlebt, dass ein Unternehmen, das mich als Referentin eingeladen hatte, Jahresziele unterhalb jener des Vorjahres bekanntgab.

Einerseits arbeiten wir in einer "Höher-schneller-weiter"-Gesellschaft, die dem unrealistischen Glauben verfallen ist, dass alles stetig wachsen muss: der Gewinn, die Zahl der Kunden, die Leistung. Dies spiegelt sich oft auch in unseren persönlichen Zielen wieder. Ist ein Karriereschritt erreicht, wird der nächste geplant. Ist die neue Wohnung um ein Zimmer größer, sollte es jetzt zusätzlich noch ein Balkon sein.

Ilona Bürgel
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    Die Psychologin Ilona Bürgel zählt zu den führenden Vertretern der Positiven Psychologie im deutschsprachigen Raum. Wie ein roter Faden zieht sich die Einladung zu einem Perspektivwechsel durch ihre Arbeit - weg von der Fixierung auf äußere Bedingungen in unserer sich ständig ändernden Welt, hin zum guten Umgang mit sich selbst. Sie will aufzeigen, wie der Spagat zwischen Lust auf Leistung und Erhalt der eigenen Ressourcen gelingen kann. Nach 15 Jahren in Führungspositionen ist sie heute Referentin, Beraterin, Autorin und Kolumnistin. Sie wurde vom Ministerium für Wirtschaft und Energie als Vorbildunternehmerin ausgezeichnet. Ilona Bürgel lebt und arbeitet in Dresden und im dänischen Århus.

Andererseits ist das menschliche Gehirn dazu geschaffen, Lösungen zu finden. Zu lernen und zu wachsen, kreativ zu sein. Mehr zu erreichen, bringt Befriedigung und Glück. Wie gelingt es, ambitioniert Ziele zu erreichen? Und was steht uns dabei im Weg? Hier geht es zu einer Übersicht der zehn wichtigsten mentalen Erfolgsbremsen.

Was Erfolg befördert

Der positive Fokus ist einer der wichtigsten und am leichtesten beeinflussbaren Glücksfaktoren: Wie lange und wie oft lenken wir unsere Aufmerksamkeit wohin? Das dankbare Erkennen der guten Dinge im Alltag macht mit 100-prozentiger Garantie glücklich. Achten Sie vor allem auf Menschen, die Ihnen gut tun, anstatt auf jene, die nicht zu Ihnen passen. Tun Sie selbst Kleinigkeiten für andere, einfach aus Freude daran, anstatt darauf zu warten, was Ihnen Gutes getan wird. So sind Sie oft in einem guten Zustand und in diesem stellen sich gute Ideen zur Erreichung Ihrer Ziele leichter ein.

Buchtipp

Ilona Bürgel
Warum immer mehr nicht immer richtig ist: Neue Wege zu Erfolg und Wohlbefinden


Verlag: Kösel-Verlag, 208 Seiten, April 2017, 16,99 Euro

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Positive Erwartungen unterstützen nicht nur die Wirkung eines Medikaments in der Medizin, sondern auch unser Befinden. Physiologische Entspannungsreaktionen helfen, Stress abzubauen. Das ist insbesondere dann interessant, wenn man zu viel um die Ohren hat oder etwas schiefgeht. Unsere Wahrnehmung folgt positiven oder negativen Spiralen an Gedanken und hat Einfluss auf Gefühle und Verhalten. Das Gehirn verfügt über eine bestimmte Kapazität für bewusste Aufmerksamkeit.

Wir entscheiden unablässig, wie lange und wohin wir unsere Aufmerksamkeit richten. Schmerz verstärkt sich, wenn wir darauf achten. Ebenso ist es mit Schwierigkeiten. Richten wir die Aufmerksamkeit auf mögliche Probleme, nehmen wir sie bevorzugt wahr. Die aktuelle Wissenschaft spricht von der Priorisierung von Positivität. Das bedeutet, täglich bewusst nach Situationen und Aktivitäten zu suchen, die positive Gefühle auslösen. Erfreulicherweise ist dies kein angeborenes Talent, sondern eine Haltung, die wir lernen können. So stimulieren wir uns nicht nur zu guter Laune, sondern auch zu entspannter Höchstleitung.

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