26.09.2018 
World University Ranking 2019

Deutsche Unis werden immer besser

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Deutsche Hochschulen holen im internationalen Vergleich auf, wie das renommierte Uni-Ranking von Times Higher Education (THE) zeigt. Unter den Top 200 gibt es mehr deutsche Platzierungen als im Vorjahr - und Deutschland bleibt drittstärkste Nation.

Das seit 15 Jahren jährlich herausgegebene Ranking, für das mehr als 10.000 Wissenschaftler befragt werden, untersucht mittlerweile mehr als 1250 Hochschulen in 86 Ländern. Aus Deutschland sind 47 Unis vertreten (Vorjahr: 44), davon schafften es 23 in die Top 200; 13 der Hochschulen haben ihren Rang im Vergleich zum Vorjahr verbessern können. Besonders die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) profiliert sich als Vorzeige-Uni und steigt von Platz 34 auf Platz 32 - damit ist sie die beste Uni in Deutschland. Die Charité-Universitätsmedizin Berlin rückt 36 Plätze vor und glänzt durch Verbesserungen bei Forschung und wissenschaftlichem Einfluss. Die Universität Hamburg stieg auf Platz 135 auf.

Phil Baty, Editorial Director of Global Rankings bei THE, erklärt: "Deutschland hat dieses Jahr beeindruckende Erfolge vorzuweisen; insgesamt zeichnet sich jedoch ein Mangel an Fortschritten und ein gewisser Rückgang ab, was vor allem eine Folge der zunehmenden weltweiten Konkurrenz ist. Die Bundesrepublik ist dank umfangreicher Investitionen seit mehr als einem Jahrzehnt ohne Zweifel zur größten Forschungsnation Europas geworden. Die Konkurrenz nimmt jedoch zu, vor allem aus Ostasien."

Denn international gibt es viel Bewegung: Obwohl die USA die Weltrangliste das 15. Jahr in Folge dominieren, holt China stark auf - und Japan löst Großbritannien als zweiterfolgreichstes Land ab; die britischen Unis Oxford und Cambridge bleiben aber die besten beiden Hochschulen der Welt, gefolgt vom US-amerikanischen Stanford. Auf Platz vier: Das Massachusetts Institute of Technology (MIT). Hier geht es zum Ranking der Top Ten und der deutschen Unis.

Europa ist im Ranking weiterhin stark vertreten, für 2019 zeichnet sich jedoch ein uneinheitliches Bild ab, da die Konkurrenz immer stärker wird. Wie im Vorjahr sind sieben europäische Einrichtungen unter den Top 30; nahezu die Hälfte der Top 200 Universitäten sind in Europa.

Ellie Bothwell, Rankings Editor bei THE, meint jedoch: "Obwohl viele europäische Länder und Universitäten großartige Erfolge verzeichnen, wird der politische Wandel in vielen Ländern womöglich zu Verschlechterungen im Hochschulsystem führen. Universitäten in Großbritannien sowie im Rest von Europa werden unter den durch den Brexit drohenden Einschränkungen europaweiter Mobilität und Forschungskooperationen leiden. In manchen Ländern, zum Beispiel Ungarn, wurden die Freiheiten der Universitäten durch den Aufschwung des Rechtspopulismus bereits eingeschränkt. All dies, in Kombination mit der starken Konkurrenz aus Asien, wird europäische Universitäten im kommenden Jahr unter großen Druck setzen."

Welche deutschen Universitäten dabei sind und wer es neben Harvard und dem MIT in die Top Ten geschafft hat: Hier finden Sie unsere Übersicht über das Ranking.

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