17.01.2018  Unternehmensführung in wilden Zeiten

Diese 17 Thesen sollten Firmenlenker beachten

Ein Gastkommentar von Christoph H. Seibt
VUCA: Die Welt wird auch für Firmenlenker immer bunter.
AFP
VUCA: Die Welt wird auch für Firmenlenker immer bunter.

Unternehmenslenker haben in diesen Zeiten das VUCA-Problem: Bei ihren Entscheidungen sind sie täglich und ständig konfrontiert mit Unbeständigkeit (Volatility), Unsicherheit (Uncertainty), Komplexität (Complexity) und Mehrdeutigkeit (Ambiguity).

Christoph H. Seibt

Die tradierten Regeln und Gesetze zur Unternehmensführung (Corporate Governance) sind aber in deutlich berechenbareren Zeiten konzipiert und verrechtlicht worden. Wie also müssen sich Unternehmenslenker auf VUCA-Zeiten einstellen, um gleichermaßen erfolgreich und rechtssicher zu agieren? Meine Thesen:

1. Mehr Strategiebeweglichkeit

Bei sich ändernden politischen, regulatorischen, wirtschaftlichen, technologischen und gesellschaftsrechtlichen Rahmenbedingungen hat der Vorstand seine kurz-, mittel- und langfristige Strategie, die Geschäftsplanung (einschließlich seines Angebots von Produkten beziehungsweise Dienstleistungen) sowie die Binnenorganisation seines Unternehmens praktisch permanent in Frage zu stellen und gegebenenfalls zu ändern. In Einzelfällen hat der Vorstand wie gerade bei Siemens auch auf die Änderungen des in der Satzung festgelegten Unternehmensgegenstandes selbst hinzuwirken. Die VUCA-Rahmenbedingungen werden zukünftig erfordern, dass die erforderlichen Überprüfungen in kürzeren Zeitabständen, als dies früher der Fall war, erfolgen müssen.

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