19.09.2017  Die Höhle der Löwen

Privates Carsharing oder Schneckenabwehr? Wer überzeugt die "Löwen"?

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Runde Nr.3 für die vierte Staffel von "Die Höhle der Löwen": Am Abend kämpfen sechs Start-ups um die lukrativsten Deals und versuchen mit ihren Ideen zu punkten.

Die Löwen (v.l.): Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Frank Thelen, Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel.
MG RTL D / Robert Grischek
Die Löwen (v.l.): Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Frank Thelen, Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel.

Wieder einmal können es sich alle Fanatiker der Gründerszene auf dem Sofa gemütlich machen und nicht nur einfach zuschauen, sondern: Mitfiebern, einschätzen und Potenziale schnuppern. In der "Höhle der Löwen" treten Start-up-Gründer aus verschiedenen Branchen auf, um mit ihrem hoffentlich einzigartigen Produkt bei den "Löwen" zu punkten. Sie kommen, pitchen und siegen - meistens zumindest.

In der zweiten Folge am vergangenen Dienstag schafften das immerhin drei der fünf Start-ups. Den lukrativsten Deal erwischte dabei das Erfrischungsgetränk "Helga" (steht für healthy algae). Der Algendrink von Anneliese Niederl-Schmiedinger, Renate Steger und Ute Petritsch überzeugte als "functional beverage" besonders einen der Löwen: Ralf Dümmel erzählte von dem Wundermittel und machte kurzen Prozess. "Meine Mutter erzählt mir seit Ewigkeiten, wie gesund Algen sind! Renate, Anneliese, Ute und Ralf - das würde passen!" Und so ergatterten die drei Gründerinnen einen Deal in Höhe von 375.000 Euro. Im Gegenzug gaben sie 23 Prozent Firmenanteile.

Und auch die "MySchleppApp" hinterließ einen Eindruck, vor allem bei der Home-Shopping-Expertin Judith Williams: "Ich bin schon öfter als zweimal abgeschleppt worden!", gab sie zu. Aber nicht auf die Art, nein, sondern mit dem Auto auf der Straße. Damals musste sie nach eigenen Erzählungen viele Stunden auf ein zufällig vorbeifahrendes Auto warten. Und genau diesem Problem wirken die Gründer Santosh Satschdeva und Frank Heck mit ihrer App entgegen: Hier können die Nutzer einen günstigen Abschleppdienst in der Nähe finden. Die "Löwen" Thelen und Maschmeyer wollten beide einsteigen, berieten sich und gaben schließlich ein gemeinsames Angebot ab. Die Abschlepper entschlossen sich letztendlich aber doch nur für Carsten Maschmeyer: Der investierte daraufhin 125.000 Euro und bekam 40 Prozent Firmenanteile.

Das dritte erfolgreiche Start-up "Fluxbag" entwickelte einen Beutel mit 150 Liter Luftvolumen, der aber nur drei Atemzüge zum Aufblasen braucht. Damit lässt sich zum Beispiel eine Luftmatratze deutlich bequemer aufblasen. Die hohe Firmenbewertung von 1,3 Millionen Euro machte die Löwen erst stutzig. Nachdem die beiden Gründer Jens Thiel und Lucas Richter den Angebotspreis halbierten, kam es jedoch zu einem Deal mit Dümmel, der nun 10 Prozent der Firmenanteile hält.

Zwei weitere Start-ups schafften es dagegen nicht: Die digitale Mannschaftskasse "TeamWallet" hatte ein Angebot eines Investors von außerhalb im Ärmel. "Löwe" Thelen riet ihnen nach der Sendung und eigentlich abgeschlossenem Deal zu diesem besseren Angebot.

Kein Glück mit Frank hatten außerdem Janusz Hermann und Jenny Fischer, die eine Pflegeserie für tätowierte Haut entwickelt haben: "TattooMed". Thelen deckte auf, dass Tattoo-Fan Jenny nur 5 Prozent der Unternehmensanteile hält. Janusz dagegen 51. Ein dritter Investor den Rest. "Sie ist das Symbol der Gründung", empörte sich Thelen. "Das empfinde ich als unfair."

In der dritten Folge versuchen nun wieder sechs Start-ups mit ihren Innovationen zu überzeugen:

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