04.11.2016  Indra Nooyi kritisiert MBA-Programme

MBAs sind altmodisch, sagt eine der mächtigsten CEOs der USA

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Führt den Getränke- und Konsumgüterriesen PepsiCo: Indra Nooyi
REUTERS
Führt den Getränke- und Konsumgüterriesen PepsiCo: Indra Nooyi

"Wir haben heute diese Kids, die im Detail nichts übers Business wissen. Die kommen von der Business School und sagen, sie haben einen MBA, sie haben eine Ausbildung - aber sie haben kein Wissen. Ich glaube, es gibt eine bessere Art und Weise, diese Kurse zu unterrichten."

Es ist eine harsche Kritik an der aktuellen Manager-Ausbildung, und sie kommt aus berufenem Munde: Indra Nooyi, von der die Worte stammen, führt mit dem Konsumgüterriesen Pepsico einen der hundert größten Konzerne der USA. Beim Innovation Festival des Magazins Fast Company, so berichtet "Business Insider", habe die CEO erklärt, was bei MBA-Programmen ihrer Meinung nach falsch laufe.

Einzelne Studiengänge stopften bis zu 50 unterschiedliche Fälle in ein einzelnes Semester, so Nooyi. Dabei würden schon fünf oder sechs Fallbeispiele ausreichen, die dann aber eine oder zwei Wochen lang im Detail behandelt werden müssten. Nur so könnten die Studenten "die Business-Aspekte, die wirtschaftlichen Aspekte, die politischen Aspekte, die Umweltaspekte" und damit den "facettenreichen und komplexen" Charakter des Geschäftslebens verstehen.

Nooyi, die selbst einen MBA des Indian Institute of Management in Kolkata besitzt, kritisierte zudem das Fehlen einer technischen Ausbildung. Informatik sei "die neue Fremdsprache, die man lernen muss." Business Schools weltweit sollten deshalb ihre Curricula überdenken.

Erst Anfang Oktober hatte der "Economist" ein Ranking der besten MBA-Programme der Welt veröffentlicht - eine Übersicht finden Sie hier. Das "Times-Higher-Education"-Ranking der besten Wirtschaftsunis haben wir hier für Sie zusammengefasst.

luk

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