02.05.2017  Dividende, Cash-Reserve, neues iPhone

Das erhoffen sich Investoren von den Apple-Zahlen

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Apple-Store in Peking
REUTERS
Apple-Store in Peking

Viele Apple-Fans warten auf das neue iPhone. Zunächst gibt es aber erst mal neue Zahlen von Apple. Dabei hoffen Anleger auch auf Details zur neuen Handy-Generation.

Die Erwartungen an Apple sind hoch: Am Tag vor der Bekanntgabe der Zahlen für das erste Quartal kletterte die Aktie des Technologiekonzerns mehr als zwei Prozent damit auf Allzeithoch. Von den Zahlen, die Apple nach US-Börsenschluss vorlegen will, erwarten Investoren vor allem Hinweise, wie es bei dem Konzern weitergeht. Doch auch das abgelaufene Quartal dürfte interessant sein.

Für die ersten drei Monate 2017 erwarten Analysten ein Wachstum beim Umsatz und beim Absatz des größten Gewinnbringers iPhone. Nachdem Apple im Vorjahr erstmals seit 2003 einen Umsatzrückgang hinnehmen musste, sollen die Erlöse diesmal um fünf bis sechs Prozent auf 53 bis 53,5 Milliarden Dollar gestiegen sein. Vom iPhone sollen 52 bis 53 Millionen Stück verkauft worden sein nach 51,2 Millionen Stück im Vorjahreszeitraum, vermuten Analysten.

Beim Ausblick auf das kommende Quartal gehen die Beobachter davon aus, dass Apple einen im Vorjahresvergleich um sechs Prozent auf 45 Milliarden Dollar gestiegenen Umsatz prognostiziert bei Abverkäufen des iPhone von 42 Millionen Geräten nach 40,3 Millionen im Vergleichszeitraum. Traditionell gehen die Verkäufe zur Jahresmitte zurück, weil Kunden auf die nächste Modellgeneration warten.

Was macht Apple mit dem vielen Bargeld?

Auch die Bruttogewinnmarge des Konzerns wird mit Spannung erwartet. Apple hatte vor drei Monaten angekündigt, hier 38 bis 39 Prozent zu erreichen. Für das zweite Quartal rechnen Analysten mit ähnlichen Werten. Hier drohen jedoch einige Risiken wie ein starker Dollar und steigende Kosten für Bauteile, beispielsweise Flash-Speicher.

Mit Bargeld-Reserven von rund 250 Milliarden Dollar verfügt Apple über mehr Mittel als Großbritannien und Kanada gemeinsam in ausländischen Währungsreserven horten. Davon sollen sich Schätzungen zufolge mehr als 90 Prozent außerhalb der USA befinden. Investoren erhoffen sich Aussagen, was Apple mit dem Geld vorhat. Ob beispielsweise Teile nach den angekündigten Steuerermäßigungen der US-Regierung von Donald Trump in die USA transferiert werden könnten.

Interessanter könnten allerdings neue Ankündigungen zu weiteren Aktienrückkaufprogrammen und Gewinnausschüttungen werden. Bis Ende März 2018 will Apple Anteile im Wert von 250 Milliarden Dollar zurückkaufen, hatte der Konzern vergangenes Jahr angekündigt. Analysten der Schweizer UBS rechnen damit, dass Apple das Programm um weitere 60 Milliarden Dollar ausweitet.

Aufschluss erwarten Investoren auch über die Entwicklung in den Absatzmärkten China und Indien. In China hatte die Einführung von größeren Bildschirmdiagonalen 2014 dem Konzern zunächst neue Käufer gebracht. Im ersten Quartal 2017 gingen die Erlöse dort wegen der starken einheimischen Konkurrenz allerdings zurück, weshalb Apple sich verstärkt bemüht, in den indischen Markt vorzudringen.

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