21.04.2017  Wirbel um 400-Dollar-Saftpresse aus Silicon Valley

Ist dieses Saftding eine Lügenpresse? Jetzt meldet sich der CEO zu Wort

Von
Juicero

In der Diskussion um die 400-Dollar-Saftpressen des US-Start-ups Juicero hat sich nun der Chef des Unternehmens zu Wort gemeldet: In einem Blogbeitrag auf medium.com wirbt Jeff Dunn für die Vorzüge seines Geräts. Juicero war Mitte der Woche in die Diskussion geraten, als "Bloomberg" berichtete, Investoren des Start-ups hätten verwundert reagiert, dass man zum Auspressen der Obst- und Gemüsebeutel des Unternehmens gar nicht die 400-Dollar-Saftpresse benötigt, sondern dies auch mit den Händen erledigen kann.

Dunn bemüht sich nun, die Vorteile von Juicero aufzuzeigen: Die Saftpresse mit Internetverbindung merke selbstständig, wenn etwa einzelne Fruchtpakete wegen verdorbener Inhalte zurückgerufen würden, und presse diese dann nicht aus; ein gleichmäßig gutes Geschmackserlebnis sei nur bei Verwendung der Presse gewährleistet; gleiches gelte für die "enge Lieferkette" der Pakete (das Mindesthaltbarkeitsdatum liege bei acht Tagen).

Ohnehin übersteige der Wert von Juicero aber den eines frisch gepressten Glases Saft bei weitem:

"Der Wert liegt darin, wie einfach es für einen erschöpften Papa ist, sich selbst etwas Gutes zu tun, während er die Kinder für die Schule fertig macht, ohne dass er Zutaten vorbereiten oder einen Entsafter säubern muss. Wie die eingespannte Berufstätige, die mehr Gemüse in ihrem Leben braucht, per App daran erinnert wird, ihre Pakete auszupressen, bevor die Haltbarkeit abläuft, damit sie ihr hartverdientes Geld nicht verschwendet."

Angesichts der vielen kritischen Schlagzeilen der vergangenen Woche verspricht Dunn zudem eine Ausweitung von Juiceros "Happiness Guarantee": In den kommenden 30 Tagen will das Unternehmen allen bisherigen Käufern, die mit ihrer Presse nicht zufrieden sind, den vollen Kaufpreis erstatten.

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