11.04.2017  Mobilitäts-Revoluzzer im Dauerstress

Fahrer, Sex, Roboterautos - das sind die Baustellen von Uber

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Unfall eines Uber-Roboter-Fahrzeugs
REUTERS
Unfall eines Uber-Roboter-Fahrzeugs

Sexismus-Vorwürfe, Besuche in Escort-Bars, verärgerte Fahrer und Kunden sowie Unfälle mit Roboter-Autos: Uber gehört zu den umstrittensten Unternehmen der Welt. Mit diesen Problemen kämpft die Firma.

Unternehmensgründer und CEO Travis Kalanick ist das schillernde Aushängeschild von Uber. Er gründete den Fahrdienstvermittler 2009 in San Francisco. Die Idee ist simpel, war aber damals neu: Erstmals konnten Nutzer mit einer Smartphone-App eine Mitfahrgelegenheit bestellen. Die Fahrer waren Privatleute und arbeiteten nicht im Taxigewerbe. Inzwischen ist Uber in 58 Staaten vertreten und wird mit mehr als 60 Milliarden Dollar bewertet.

Doch Führungsstil und Unternehmenskultur des Fahrdienstes stehen schon länger in der Kritik. So beschuldigte eine Mitarbeiterin das Unternehmen, nicht gegen sexuelle Belästigung durch Vorgesetzte vorzugehen.

Das kurzzeitige Engagement Kalanicks als Berater für US-Präsident Donald Trump kostete den Fahrdienst einige Kunden. Uber wollte sich zudem nicht an einem Streik der New Yorker Taxifahrer gegen Trumps neue Einreisepolitik beteiligten. Nutzer riefen unter dem Hashtag #DeleteUber dazu auf, den Dienst zu boykottieren.

Weitere Negativschlagzeilen machte Uber mit der Überwachung von Journalisten und der Nutzung einer Software, die Kontrolleuren und unerwünschten Fahrgästen falsche Angaben über die Verfügbarkeit von Fahrzeugen machte. Uber hat viele Baustellen, wie der folgende Überblick zeigt.

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