06.03.2017  Microsoft und Büromöbelhersteller Steelcase kooperieren

Wie schlau ist das Büro von morgen?

Von
Steelcase

Das Büro der Zukunft ist smart - und feste Arbeitsplätze gibt es darin nicht mehr. Etliche Unternehmen haben ihre Raumnutzung bereits auf mobile Konzepte umgestellt, in denen nicht Rang oder Abteilung entscheiden, wo man gerade arbeitet, sondern die Aufgabe, die man gerade wahrnimmt: Einzelzellen für konzentrierte Alleinarbeiter oder Vieltelefonierer, Teamräume für Besprechungen, Lounges für entspanntes Brainstorming.

Jetzt haben Microsoft und der Traditions-Büromöbelhersteller Steelcase aus Michigan (Jahresumsatz 3,1 Milliarden US-Dollar) eine neue Kooperation verkündet, die solche Raumkonzepte miteinander zu einer Büro-Ökosphäre vernetzen soll: Fünf "creative work spaces" haben die beiden Unternehmen gemeinsam entwickelt, die als Beispiel für optimierte Arbeitsumgebungen an den Mann gebracht werden sollen - und in denen die Microsoft-Produkte zum Teil bereits fest in Tische oder Wände integriert sind.

Chris Congdon, Director of Global Research Communications bei Steelcase, erklärt das Konzept: "Wir brauchen Räume, die unterschiedliche Arten von Arbeit unterstützen. Das Dual Studio ist wie maßgeschneidert für die deutsche Bürokultur, in der viel in Paaren gearbeitet wird - das ist in den USA weniger üblich. Wichtig ist, dass auch die Haltung variieren kann, dass man auch im Stehen arbeiten kann, um die Energie am Fließen zu halten. Das Focus Studio ist dagegen bewusst ablenkungsarm gehalten. Andere Räume fördern die Arbeit in größeren Gruppen: So kann man eine Unternehmenskultur schaffen, in der es leicht fällt, gut miteinander und dann wieder alleine zu arbeiten."

Herzstück aller Konzepte ist die Surface-Technik von Microsoft, eine Familie von Tablet-Computern verschiedener Größen bis hin zur großen digitalen Wandtafel, deren Inhalte nach Ende einer Besprechung automatisch auf die Geräte der Teilnehmer gespielt werden; ergänzt wird die neue Arbeitswelt um smarte Büromöbel.

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"Wir haben gemerkt, dass wir eine andere Herangehensweise brauchen, wenn wir den Microsoft Surface Hub verkaufen wollen", begründet Julia Atalla, Senior Director Surface Commercial Marketing bei Microsoft, die Kooperation mit dem Möbelhersteller. "Im Gespräch mit unseren Kunden haben wir begriffen, dass es weniger darum geht, ein Stück Technik zu verkaufen, als vielmehr darum, eine Arbeitsweise zu vermitteln. Die CEOs von Steelcase und Microsoft haben vor einigen Jahren bei einer Konferenz festgestellt, dass sie über dieselbe Frage nachdachten: Wie schafft man es, eine Atmosphäre von Zusammenarbeit, Engagement und Kreativität zu erzeugen, bei der die Menschen im Mittelpunkt stehen?"

In den USA und Kanada soll die Vermarktung der Raumkonzepte jetzt beginnen, in Deutschland im Sommer; Möbelhersteller Steelcase wird dabei auch zum IT-Lieferanten und wird in den eigenen Geschäften Microsofts Surface Hubs vertreiben.

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