06.10.2016  Samsung-Aktie auf Rekordhoch

Samsung zeigt sich bereit zur Konzernspaltung

Konzern im Rückruf: Smartphones von Samsung
AFP
Konzern im Rückruf: Smartphones von Samsung

Der koreanische Technologiekonzern Samsung Electronics will den Vorschlag eines seiner großen Aktionäre, sich aufzuspalten und eine Milliarden-Sonderdividende auszuschütten, sorgfältig prüfen. Am Donnerstag, einen Tag vor Veröffentlichung seiner Quartalszahlen, erklärte Samsung weiter, man glaube an einen konstruktiven und offenen Dialog mit Investoren.

Es ist das erste derartige Eingeständnis des familiengeführten Konglomerats. Bisher wacht die Lee-Dynastie argwöhnisch über ihre Kontrolle. Der 74-jährige Patriarch Lee Kun-hee kann sich jedoch seit einem Herzanfall im Mai 2014 nicht mehr ins Geschäft einschalten. Seine Kinder haben sich noch nicht öffentlich zu ihren Plänen geäußert.

Der für seine Einmischung in die Strategie seiner Beteiligungen bekannte US-Hedgefonds Elliott Management von Paul Singer hatte in einem Brief an das Unternehmen vorgeschlagen, Samsung Electronics solle sein operatives Geschäft abspalten und an die New Yorker Technologiebörse Nasdaq bringen. Außerdem solle der weltgrößte Smartphone-Hersteller aus seinem Barvermögen von 70 Milliarden Dollar 27 Milliarden als Sonderdividende ausschütten.

Aktuell stört Elliott auch die Übernahmepläne von General Electric beim Lübecker 3D-Druckspezialisten SLM Solutions.

Die Samsung-Aktie erreichte am Donnerstag ein Rekordhoch. Zuletzt war der Kurs vom Rückruf einer Million brandgefährdeter Smartphones des neuen Top-Modells Galaxy Note 7 belastet worden. Die Probleme sind offenbar noch nicht gehoben: In den USA wurde am Mittwoch ein startbereites Passagierflugzeug wegen eines qualmenden Galaxy Note 7 geräumt. Dabei handelte es sich um ein bereits ausgetauschtes Gerät.

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