20.09.2016  Gegenwind für Facebook-Chef

Zuckerberg darf nicht einfach die Nachbarhäuser abreißen lassen

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Haben im Garten ihres Hauses geheiratet: Priscilla Chan und Mark Zuckerberg
AP/ Facebook/ Allyson Magda Photography
Haben im Garten ihres Hauses geheiratet: Priscilla Chan und Mark Zuckerberg

Ein Party-Haus, ein "wirklich schöner Gemüsegarten", verschiedene Gästehäuser für Familie und Freunde, alles inmitten von Eichen, Gingko und Magnolien - eigentlich wollte Mark Zuckerberg sich rund um sein Wohnhaus in Palo Alto ein Traumanwesen bauen.

Eigentlich. Denn das Architectural Review Board der Stadt hat sich jüngst gegen die Pläne des Milliardärs ausgesprochen.

Zuckerberg hatte im Jahr 2013 insgesamt 30 Millionen Dollar für vier Nachbarhäuser rund um sein eigenes Wohnhaus ausgegeben; ein Bauunternehmer hatte laut "Mercury News" höhere Häuser auf den Grundstücken geplant, Zuckerberg habe deshalb um seine Privatsphäre gefürchtet. Nun wolle er die Häuser abreißen lassen, um Platz für weniger hohe Gästehäuser für Familie und Freunde zu schaffen.

Der Ausschuss hat der Stadt nun allerdings empfohlen, Zuckerbergs Pläne nicht abzusegnen - aus mehreren Gründen. Zum einen gehe Wohnraum verloren, weil die von Zuckerbergs Architekten geplanten Gästehäuser im Gegensatz zur aktuellen Bebauung keine vollständigen Wohnhäuser für Familien seien. "Die neuen Häuser sind Teil eines größeren Anwesens", sagte Ausschussmitglied Peter Baltay "Mercury News". Eines der neuen Gebäude solle etwa aus einem einzigen großen Raum für Parties, einer Küche und einem Kellerraum bestehen.

Auch widersprächen die Pläne dem Bebauungsplan: Einzelne Grundstücke dürften nicht größer als 20.000 Quadratfuß (1858 Quadratmeter) sein; nach dem Umbau sei Zuckerbergs Anwesen mehr als dreimal so groß.

Der Ball liegt nun bei Planning Director Hillary Gitelman. Sie könne die Ausschuss-Entscheidung zwar grundsätzlich außer Kraft setzen. Das geschehe laut"Curbed SF" aber so gut wie nie.

Anfang des Sommers hatte Zuckerberg bereits Bau-Stress auf Hawaii: Der Facebook-Chef hatte dort eine 1,80 Meter hohe Mauer um sein Urlaubsanwesen ziehen lassen und damit den Unmut der Anwohner auf sich gezogen.

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