06.02.2018  Jungfernflug der Riesenrakete "Falcon Heavy"

Roadster zum Mars - was Elon Musks PR-Stunt bezweckt

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Hübscher als Betonblöcke: Diesen Tesla-Roadster hat die SpaceX-Rakete Falcon Heavy beim Jungfernflug an Bord
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Hübscher als Betonblöcke: Diesen Tesla-Roadster hat die SpaceX-Rakete Falcon Heavy beim Jungfernflug an Bord

Elektroauto-Pionier Elon Musk hätte auch einen Betonklotz nehmen können. Oder Stahlblöcke, wie es in der Raumfahrt bislang üblich war. Doch das ist dem Multiunternehmer und Marketingkenner zu langweilig. Deshalb lässt Musk, der zeitgleich den Elektroauto-Hersteller Tesla und das Raumfahrt-Unternehmen SpaceX leitet, in Kürze einen rot lackierten Tesla-Roadster aus seiner privaten Garage ins All schießen - an Bord einer neuen Riesenrakete seines privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX.

Musk geizt nicht mit Details zu der ungewöhnlichen Weltraum-Fracht: Im Fahrersitz des Wagens wird eine Puppe in einem SpaceX-Raumanzug sitzen, das Autoradio soll David Bowies "Space Oddity" in Endlosschleife spielen. Dabei hat das Ganze einen ernsten Hintergrund: Auf dem Erstflug seiner neuen Schwerlast-Rakete "Falcon Heavy" will SpaceX noch keine kommerzielle Last befördern. Deshalb die Idee mit dem Tesla, der sozusagen als Testobjekt für künftige Lasten herhalten soll.

Am Dienstag um 13:30 Uhr Ortszeit (19:30 Uhr in Deutschland) will SpaceX seine neue Rakete samt Tesla an Bord vom traditionsreichen Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) ins All schießen. Falls alles klappt, könnte das eine neue Ära der Raumfahrt einläuten. Denn Musks auf ersten Blick irrwitzige Aktion hat einen höchst ernsthaften Kern - und ist ziemlich ambitioniert. Was Sie über den Start der "Falcon Heavy" wissen sollten.

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