14.02.2019 
Aktie stürzt unter 13 Euro

ThyssenKrupp stürzt vor Aufspaltung auf Sechsjahrestief

Ein Hochöfner bei der Roheisen-Produktion am Hochofen von Thyssenkrupp: Aufspaltung droht zu floppen
DPA
Ein Hochöfner bei der Roheisen-Produktion am Hochofen von Thyssenkrupp: Aufspaltung droht zu floppen

Vor der geplanten Aufspaltung von ThyssenKrupp in einen Technologiebereich (TK Industrials) sowie in ein Unternehmen für Stahlproduktion und Werkstoffhandel (TK Materials) ist die Aktie des Industriekonzerns weiter abgestürzt und auf das tiefste Niveau seit Sommer 2012 gefallen. Unter Analysten mehren sich die Zweifel, dass das anspruchsvolle Vorhaben kurzfristig Erfolge zeitigen wird.

Mit einem Minus von knapp 6 Prozent waren die Papiere von Thyssenkrupp am Donnerstag abermals einer der größten Verlierer im Dax . Am Tag zuvor hatten sie bereits knapp 4 Prozent verloren. Mit einem im Handelsverlauf getesteten Tief von 12,98 Euro kosteten die Thyssenkrupp-Anteile am Donnerstag so wenig wie seit mehr als sechs Jahren nicht mehr.

Aufspaltung von ThyssenKrupp droht zu floppen: Das unvorstellbare Zwillingsprojekt

Am Dienstag hatte der vor der Aufspaltung stehende Stahl- und Industriekonzern zum Jahresauftakt ein schwächeres operatives Ergebnis veröffentlicht, an seiner Prognose für das Gesamtjahr aber festgehalten. Analysten hatten die vorsichtige Wortwahl im Ausblick der Essener moniert und auf zunehmende konjunkturelle Unsicherheiten verwiesen.

Nach Bekanntgabe der Zahlen senkten weitere Analysten ihre Kursziele, darunter die Experten der UBS, von JPMorgan und Barclays. Luke Nelson von JPMorgan sorgt sich weiter um die Kapitalerfordernisse für die anstehende Aufspaltung. Die strategischen Herausforderungen der Aufspaltung seien im Aktienkurs bisher nicht eingearbeitet.

Im Dax sind die Aktien von Thyssenkrupp im Jahr 2019 bislang unter den größten drei Verlierern mit einem Minus von mehr als 7 Prozent. Schwächer sind nur Henkel und Wirecard.

la/dpa

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