06.11.2018 
Finanzinvestor schlägt zu

General Electric verkauft Leuchtengeschäft

Nach herben Verlusten verkauft der neue Chef von General Electric das Firmen-Leuchtengeschäft
DPA
Nach herben Verlusten verkauft der neue Chef von General Electric das Firmen-Leuchtengeschäft

Der schwer kriselnde US-Mischkonzern General Electric (GE) verkauft sein Firmen-Leuchtengeschäft an einen Finanzinvestor. Die Leuchten-Tochter Current gehe an American Industrial Partners, teilte der Konzern am Dienstag mit. Der Verkauf soll im Frühjahr 2019 abgeschlossen werden, die Höhe des Preises wurde nicht genannt.

GE steckt derzeit in großen Schwierigkeiten vor allem mit seinem Kraftwerksgeschäft und hatte im vergangenen Quartal einen herben Verlust von 22,8 Milliarden US-Dollar eingefahren. Der Konzern hat im Verlauf der vergangenen zwölf Monate Unternehmensteile für mindestens 10 Milliarden Dollar verkauft.

In den ersten neun Monaten hatte das nun zu verkaufende Geschäft einen Umsatz von rund 0,7 Milliarden Dollar gemacht. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuvor über einen bevorstehenden Verkauf berichtet.


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Erst Anfang Oktober hatte GE seinen Vorstandschef ausgetauscht. Der 55-jährige Larry Culp soll GE wieder auf Vordermann bringen und den geplanten Umbau schneller umsetzen als sein Vorgänger. "Wir haben viel Arbeit vor uns, um den Wert von GE sichtbar zu machen", erklärte Culp zum Amtsantritt. Die Priorität in den ersten 100 Tagen seines Amtes liege darauf, das Unternehmen wieder auf die Gewinnerstraße zurückzubringen. Ein Anfang ist damit womöglich gemacht. Bekannt ist, dass der Konzern plant, sich vor allem auf die Bereiche Luftfahrt, Kraftwerke und Erneuerbare Energien zu konzentrieren.

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