11.10.2017  Verdacht der Korruption

Was wir bislang über den Airbus-Skandal wissen

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Airbus-Chef Tom Enders im Kreis von möglichen Kunden: Airbus soll zur Erlangung von Aufträgen über Tarnfirmen Schmiergeld an politische Entscheider im Ausland gezahlt haben
AFP
Airbus-Chef Tom Enders im Kreis von möglichen Kunden: Airbus soll zur Erlangung von Aufträgen über Tarnfirmen Schmiergeld an politische Entscheider im Ausland gezahlt haben

4. Teil: Wackelt Tom Enders Stuhl?

Tom Enders war Chef der Rüstungssparte des Airbus-Vorgängers EADS. Behörden in Österreich ermitteln gegen den heutigen Airbus-Chef
AFP/ Airbus
Tom Enders war Chef der Rüstungssparte des Airbus-Vorgängers EADS. Behörden in Österreich ermitteln gegen den heutigen Airbus-Chef

Bis jetzt nicht. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt zwar gegen mehr als ein Dutzend Beschuldigte, Tom Enders ist nach Aussagen der Anwälte aber nicht darunter. Und was bei den Ermittlungen gegen Enders in Österreich herauskommt, ist noch völlig offen.

Laut "Spiegel" soll Enders als Chef der Rüstungssparte die damalige Gründung der Firma Vector jedoch mit abgebnickt haben. Wie genau der Manager über mögliche Korruptionszahlungen - Ermittler sollen bislang Hunderte solcher davon gefunden haben - und die Arbeitsweise von Vector informiert war, ist aber unklar.

Quasi als Initialzündung mit der Selbstanzeige im Jahr 2016 hat Enders nun die Rolle des harten Aufklärers übernommen: Er habe Verträge mit externen Beratern auf Eis gelegt, die inkriminierte zentrale Vertriebsabteilung in Paris entmachtet, Personal entlassen, unabhängige Ermittler und Berater wie Ex-Finanzminister Theo Waigel ins Haus geholt, die für eine seriöse Aufklärung sorgen sollen, heißt es in Presseberichten. Ob das am Ende reicht, Schaden von sich selbst und weiteren Vorständen fernzuhalten?

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