26.09.2017  Abspaltung der Siemens-Sparten

Siemens - vom Konzern zur Beteiligungs-Holding

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Joe Kaeser
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Joe Kaeser

Das Timing ist schon ein wenig ironisch. Im aktuellen SPIEGEL gibt Joe Kaeser noch den besonnenen Weltmann. Der Siemens-Chef beklagt im Interview "eine erneute Zunahme des Kasinokapitalismus, also eine Betonung des kurzfristigen Denkens und Handelns statt einer langfristigen, nachhaltigen Entwicklung von Geschäften".

Kaum ist das Statement in der Welt, gibt Kaeser seinen bis in den Aufsichtsrat präsenten Kritikern neue Nahrung. Diese werfen Kaeser vor, in der bei Siemens seit eh und je gepflegten Transformation ein zu hohes Tempo vorzulegen. Der Konzern werde ausgehöhlt, am Ende dieses Prozesses könnte eine leere Holding-Hülle stehen, so die Befürchtung. Dazu passen auf den ersten Blick die jüngsten Nachrichten aus dem Hause Siemens: Die Zugsparte wird mit dem französischen Partner Alstom zusammengelegt, wie Siemens am Dienstagabend bekannt gab. Auch die Elektromotoren-Fertigung für Autos steht zur Disposition.

Die Frage, was zu Siemens gehört und was nicht, ist ein Dauerbrenner im Konzern - aber im Jahr 2017 so akut wie wohl noch nie. Wie es um die einzelnen Sparten steht, zeigt folgender Überblick.

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