08.11.2018 
Otto greift Amazon mit Logistikdienstleistungen an

Wie Otto Amazon Händler abjagen will

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Logistikzentrum von Amazon: Künftig will auch Otto solche Dienste für kleine Händler organisieren
DPA
Logistikzentrum von Amazon: Künftig will auch Otto solche Dienste für kleine Händler organisieren

2. Teil: Wie ODC gegenüber Amazon punkten will

Und selbst das Versendung von Produkten, die über den Marktplatz bei Amazon verkauft wurden, hat ODC im Angebot. Auch die Anforderung, die Amazon an sogenannte "Prime-by-Merchant"-Händler stellt, erfüllt ODC als Fullfillment-Partner nach eigenen Angaben.

Dafür arbeitet ODC deutschlandweit mit Dienstleistern in den verschiedenen Bereichen zusammen - im Logistikbereich unter anderem mit Anbietern wie Hermes, DHL oder DPD. Auch Same-Day-Delivery oder der Versand von Kühlware ist in einigen Städten bereits verfügbar.

Bislang hat ODC, das am 1. Oktober offiziell an den Start gegangen ist, nach eigenen Angaben 60 Kunden - vor allem kleinere Start-ups wie den Nahrungsergänzungsmittelhändler Ahead, das Modelabel Souleway oder das Food-Start-up Edamama.

Doch ODC-CEO Christian Athen hat große Pläne - und mit der Otto-Gruppe Strukturen im Rücken, die beim Wachsen enorm helfen dürften. So ist Otto aktuell dabei, sein Plattformgeschäft auszubauen und immer mehr externe Händler auf Otto.de zu holen. Bislang konzentriert sich der Versandhändler dabei noch auf Kunden mit mehr als 1000 Artikeln im Sortiment. Doch diese Schwelle soll künftig sinken - was für ODC weitere Kunden bringen könnte.

Über die Einkaufszentrumsentwickler ECE gebe es zudem die Option in deutschen Innenstädten so genannte Microdepots zu betreiben, stellt Athen in Aussicht. Innerstädtische Lager, die die Auslieferung in Metropolen deutlich erleichtern und vor allem schneller machen dürften.

Zunächst will sich das erst 2018 gegründete ODC erst einmal aufs Deutschlandgeschäft konzentrieren, wie Athen sagt. Doch eine Ausweitung auf den europäischen Markt und auch darüber hinaus ist bereits angedacht.

Wachstumsambitionen, die selbst einem Jeff Bezos Freude machen würden. Wären es nicht die eines Konkurrenten, der ihm das eigene Geschäft streitig machen will.

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