27.06.2018 
Signa und Kaufhof sprechen über Gemeinschaftsunternehmen

Diese Manager entscheiden über Kaufhofs Schicksal

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Rene Benko: Der Signa-Gründer und Mehrheitsaktionär hat wiederholt Interesse an dem kränkelnden Warenhauskonzern Kaufhof angemeldet - jetzt gibt es offenbar tatsächlich Gespräche
DPA / Signa
Rene Benko: Der Signa-Gründer und Mehrheitsaktionär hat wiederholt Interesse an dem kränkelnden Warenhauskonzern Kaufhof angemeldet - jetzt gibt es offenbar tatsächlich Gespräche

Rene Benko kann warten. Das hat er in der Vergangenheit bewiesen - und in steter Regelmäßigkeit sein Interesse am Warenhauskonzern Kaufhof erneuert: 2015 - als die Handelskette bei der Metro zum Verkauf stand. Im November vergangenen Jahres, als der Absturz von Kaufhof immer deutlicher wurde. Und dann wieder im Februar, als sich die wirtschaftliche Misere weiter zuspitzte.

Auch jetzt muss der österreichische Immobilieninvestor bei den Gesprächen die sein Unternehmen Signa mit Kaufhof nun offenbar wieder aufgenommen hat, wohl kaum selbst Druck machen. Die Zeit spielt für ihn. Und das gleich aus mehreren Gründen.

Bei Kaufhof wird der Leidensdruck immer stärker. Nachdem der Warenhauskonzern bereits im Sommer offensichtlich Probleme hatte, ausreichend Deckung von Warenkreditversicherungen für seine Lieferantenforderungen zu bekommen, hat sich die Lage in den Folgemonaten weiter verschlechtert. Allein im abgelaufenen Geschäftsjahr sank der Umsatz um 9 Prozent auf zuletzt 2,59 Milliarden Euro. Unter dem Strich stand ein Verlust von mehr als 100 Millionen Euro.

Und im Anfang Mai ausgelaufenen zweiten Geschäftsquartal brachen die die Verkaufserlöse der Kaufhof-Mutter HBC in Europa um weitere 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Die riskante Wette, die HBC mit der Kaufhof-Übernahme eingegangen ist, scheint nicht aufzugehen ...

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