11.04.2017  US-Präsidententochter

Ivanka Trump macht 60 Prozent mehr Umsatz

Ivanka Trump
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Ivanka Trump

Der Wahlkampf von Donald Trump hat offenbar auch seiner ältesten Tochter Ivanka genützt. Die konnte den Umsatz ihrer Firma bis Januar um rund 60 Prozent steigern.

Die Produkte von US-Präsidententochter Ivanka Trump haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich besser verkauft als zuvor: Die Verkaufszahlen seien um fast 61 Prozent gestiegen, teilte die Firma G-III Apparel Group LTD mit, die Kleidung und Accessoires der Marke Ivanka Trump herstellt und vertreibt. Der Umsatz stieg demnach von 29,4 Millionen auf 47,3 Millionen Dollar.

Die Zahlen beziehen sich auf den Verkauf an Großhändler im Zeitraum von Februar 2016 bis Ende Januar 2017, also vor dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump. Somit sind die Verkäufe durch Einzelhändler ebenso wenig berücksichtigt wie die Tatsache, dass die Geschäfte Nordstrom und Neiman Marcus im Februar Kleidung und Accessoires der Marke Ivanka Trump aus ihrem Sortiment genommen haben.

Dies geschah unter dem Druck der Kampagne "Grab your Wallet", die zu einem Boykott von Produkten der Marke aufgerufen hatten. Nordstrom begründete dies offiziell damit, dass sich Ivankas Taschen, Schuhe und Kleider nicht mehr so gut verkauften.

Donald Trump's Firmenimperium schließt Modelagentur

Kritiker befürchten Interessenkonflikte zwischen den unternehmerischen und politischen Aktivitäten der Trump-Familie. Für Empörung sorgte die Präsidentenberaterin Kellyanne Conway, die nach dem Boykottaufruf öffentlich dafür geworben hatte, Ivanka-Produkte zu kaufen. Die älteste Tochter von US-Präsident Donald Trump, die auch als Beraterin ihres Vaters tätig ist, betreibt eine Kollektion mit Schuhen, Handtaschen, Kleidung und Schmuck.

Umgekehrt will das Firmenimperium von US-Präsident Donald Trump jetzt seine Modelagentur schließen. Nach dem Verkauf der Miss Universe Organization, die den bekannten Schönheitswettbewerb ausrichtet, habe sich die Trump Organization dazu entschlossen, "aus der Model-Industrie auszusteigen", teilte das Unternehmen am Montagabend in New York mit.

Die Agentur habe "viele Jahre lang Erfolg" gehabt habe, Trumps Firmengruppe konzentriere sich jetzt aber auf ihr "Kerngeschäft" Immobilien, Golf und Gastgewerbe, hieß es weiter. Wann genau die Schließung erfolgt, wurde nicht mitgeteilt. Auf der Website des Firmenimperiums wurde die Agentur weiter aufgeführt.

afp

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