24.03.2017  Puma-Chef über seinen Plan mit der Sportmarke

Puma macht Superstar Bolt zur Puma-Ikone

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Usain Bolt: Puma will seinen wichtigsten Markenbotschafter auch nach dessen Karriereende unter Vertrag behalten
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Usain Bolt: Puma will seinen wichtigsten Markenbotschafter auch nach dessen Karriereende unter Vertrag behalten

Puma hat seinen wichtigsten Markenbotschafter, den achtfachen Sprint-Olympiasieger Usain Bolt (30), langfristig gebunden. Bolt habe bereits einen Vertrag, der auch nach seinem Karriereende weiter gelte, sagte Puma-Chef Björn Gulden in einemInterview mit dem neuen manager magazin, das am 24. März erscheint: "Er könnte zum Beispiel eine Kollektion entwickeln und Puma noch stärker repräsentieren." Der Athlet aus Jamaika verfüge über "eine Ausstrahlung und eine Bodenständigkeit, mit der wir ihn sicher viel besser vermarkten können als bisher".

Zugleich dämpfte Gulden die Erwartungen, die Sportartikelmarke könne bald einen neuen Haupteigentümer bekommen. "Ich habe nicht das Gefühl, dass die Puma-Aktien Herrn Pinault gerade in den Taschen brennen", sagte Gulden. François-Henri Pinault (54) ist Chef und Haupteigentümer des französischen Luxusgüterkonzerns Kering, zu dem auch Marken wie Gucci, Saint Laurent oder Brioni gehören. Seit zehn Jahren hält Kering 86 Prozent der Puma-Aktien.

Unter Gulden, der Puma seit Mitte 2013 führt, hat die Aktie wieder fast den Wert von 330 Euro erreicht, den Kering (damals noch: PPR) beim Einstieg bezahlt hatte. Das hatte zuletzt Spekulationen über einen baldigen Verkauf genährt. Zwischen Pinault

und ihm, beteuert Gulden jedoch, sei "ein Verkauf wirklich nie ein Thema" gewesen: "Und ich weiß auch nicht, ob das derzeit die richtige Entscheidung wäre." Aber darüber müsse Kering natürlich selbst entscheiden.

Puma-Chef: Kering könnte weitere Lifestyle-Marken kaufen und bündeln

Björn Gulden
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Björn Gulden

Als Alternative zu einem Verkauf von Puma kann sich Gulden vorstellen, dass Kering seinen alten Plan neu aufleben lässt, neben Puma weitere Lifestylemarken zu bündeln. Wenn man Puma "im Griff" habe, "kann man immer noch sagen: Okay, wir haben jetzt eine Struktur, die wir für andere Marken nutzen können", sagte Gulden. "Geld ist billig."

Der Norweger Gulden, der früher unter anderem bei Adidas und dem Schuhhändler Deichmann arbeitete, hat die gebeutelte Marke behutsam saniert. Vergangenes Jahr stieg der Umsatz um 10 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Dennoch ist Puma in den vergangenen Jahren nicht nur immer weiter hinter die beiden Weltmarktführer Nike und Adidas zurückgefallen. Die US-Marke Under Armour hat Puma auch den dritten Platz in der Sportartikelbranche abgenommen.

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