12.03.2018  Strompreise, Arbeitsplätze, Konzernstrategien

Was Sie zum Mega-Deal von Eon und RWE wissen müssen

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Strommast im Sonnenuntergang: Eon und RWE mischen die deutsche Energiebranche auf
DPA
Strommast im Sonnenuntergang: Eon und RWE mischen die deutsche Energiebranche auf

4. Teil: Wie sieht der Plan genau aus?

Noch ist nicht öffentlich bekannt, wie es genau zum großen Umstrukturierungsplan von Eon, RWE und Innogy kam. Die suboptimale Entwicklung bei Innogy dürfte aus Sicht der Muttergesellschaft RWE allerdings eine wichtige Rolle gespielt haben. Gleich mehrere Konzerne aus ganz Europa waren an einer Innogy-Übernahme interessiert, berichtet das "Handelsblatt". Doch RWE entschied sich für den Weg gemeinsam mit Eon.

Und der sieht im Einzelnen so aus: Im ersten Schritt will Eon die gesamten knapp 77 Prozent an Innogy von RWE kaufen. Danach wird das gerade mal zwei Jahre alte Ökostromunternehmen zerschlagen. RWE wird von Innogy das Geschäft mit erneuerbarer Energie bekommen sowie das Gasspeichergeschäft und den Anteil am österreichischen Energieversorger Kelag. Von Eon erhält RWE ebenfalls Aktivitäten im Bereich neue Energien sowie die Minderheitsbeteiligungen an den von RWE betriebenen Kernkraftwerken Emsland und Gundremmingen.

Eon will sich künftig vor allem auf Energienetze und Vertrieb konzentrieren.

Der Grundsatzeinigung zufolge, die beide Versorger erzielt haben, ist zudem geplant, dass RWE einen Anteil von knapp 17 Prozent an Eon erhält. Unterm Strich zahlt RWE im Rahmen der Gesamttransaktion noch einen Ausgleich in Höhe von 1,5 Milliarden Euro an Eon.

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