12.03.2018  Strompreise, Arbeitsplätze, Konzernstrategien

Was Sie zum Mega-Deal von Eon und RWE wissen müssen

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Strommast im Sonnenuntergang: Eon und RWE mischen die deutsche Energiebranche auf
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Strommast im Sonnenuntergang: Eon und RWE mischen die deutsche Energiebranche auf

2. Teil: Wie ist die Ausgangslage?

Die Energiewende hat die Versorger Eon und RWE - wie alle Energiekonzerne - in den vergangenen Jahren erheblich unter Druck gesetzt. Spätestens seit die Bundesregierung 2011 unter dem Eindruck der Katastrophe von Fukushima das endgültige Aus für die Kernenergie in Deutschland beschlossen hat, stehen die Konzerne unter Zugzwang. Ohnehin wird das traditionelle Geschäft mit fossilen Energiequellen wie Kohle oder Gas zusehends von neuen Energien etwa aus Sonne, Wind oder Wasser verdrängt.

Die Schwierigkeiten, in die die Konzerne durch diese Entwicklung gerieten, lässt sich am Aktienkurs beider Unternehmen ablesen: Um etwa 80 Prozent ging es mit beiden Papieren in den vergangenen zehn Jahren abwärts.

Zu einem ersten Befreiungsschlag holten die Vorstände der beiden Versorger vor zwei Jahren aus: Mit Aufspaltungen wollten sie den neuen Gegebenheiten im Energiegeschäft Rechnung tragen. So gliederte Eon die konventionelle Energieerzeugung - abgesehen vom Atomstrom - zum großen Teil in die inzwischen börsennotierte Tochter Uniper aus, um selbst an den Energienetzen, den Dienstleistungen sowie neuen Energien festzuhalten. RWE hingegen beschloss, es genau andersherum zu machen: Der Vertrieb, die Stromnetze und die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien kamen in die Tochter Innogy, sodass RWE sich seither vor allem um die Stromerzeugung aus herkömmlichen Energiequellen wie Kohle und Gas kümmern kann.

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