13.03.2018 
Eon will ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen

"Die deutsche Energiewende zum Erfolg bringen"

Eon-Chef Johannes Teyssen: "Wir sind optimistisch, dass wir ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen"
DPA
Eon-Chef Johannes Teyssen: "Wir sind optimistisch, dass wir ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen"

2. Teil: Eon will ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen

Eon und RWE wollen ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen

Bei ihrem Tauschgeschäft von Betriebsteilen wollen die Energiekonzerne RWE und Eon ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen. "Wir sind optimistisch, dass wir ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen", sagte Teyssen am Dienstag. Festlegen wollte er sich aber nicht. RWE-Chef Rolf Martin Schmitz sagte hingegen, es sei "klar", dass es durch die Transaktionen insgesamt bei RWE keinen Personalabbau geben werde.

Bei der Zerschlagung des Energiekonzerns Innogy droht ein massiver Stellenabbau. Bis zu 5000 Jobs könnten wegfallen, wie Eon mitteilte. Konzernchef Teyssen warb bei den Beschäftigten am Dienstag trotzdem um Vertrauen: "Wir haben großen Respekt vor ihrer Leistung", sagte er. Zusammen mit den Eon-Beschäftigten entstehe eine "starke, leistungsbereite und kreative Mannschaft".

Ex-Rivalen agieren bereits wie Verbündete

Die "ewigen Rivalen" Eon und RWE übten auf der Pressekonferenz in der Messe Essen den gemeinsamen Schulterschluss. RWE-Chef Schmitz sprang Teyssen zur Seite. Natürlich gebe es auch Unsicherheit bei den Beschäftigten. "Wenn aber zwei führende Unternehmen ihre Kräfte bündeln und sich so bessere Chancen für die Zukunft erarbeiten, dann bin ich sicher, zahlt sich das auch langfristig für die Mitarbeiter aus."

Die Aufsichtsräte der Konzerne haben dem Deal inzwischen zugestimmt. Das Votum der Wettbewerbshüter steht aber noch aus. Die Gewerkschaften Verdi und IG BCE hatten betont, sie gingen von einem Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen aus.

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