30.01.2018 
JP-Morgan-Chef verlängert Vertrag

Jamie Dimon macht die 18 Jahre voll

Immer weiter: Jamie Dimon, Chairman und CEO von JPMorgan Chase.
REUTERS
Immer weiter: Jamie Dimon, Chairman und CEO von JPMorgan Chase.

Die größte US-Bank JPMorgan Chase sorgt für Kontinuität auf dem Spitzenposten. Vorstandschef Jamie Dimon (61) werde für weitere etwa fünf Jahre im Amt bleiben, gab die Bank am Montag nach US-Börsenschluss bekannt. Darauf habe er sich mit dem Verwaltungsrat verständigt, verkündete Dimon in der Mitteilung.

Dimon ist bereits seit Ende 2005 CEO der US-Bank und hat in dieser Zeit selbst ein Milliardenvermögen angehäuft. Sollte er tatsächlich bis 2023 das Geldhaus leiten, würde er mit einer Amtsdauer von 18 Jahren eine der prägendsten Figuren in der Geschichte der Wall Street werden. Lloyd Blankfein (63) führt den Dauerrivalen Goldman Sachs seit Juni 2006 und hatte unlängst dem manager magazin gesagt, er wisse noch nicht, wann er abtreten wolle.

Um Reservisten für Dimon vorzuhalten, wurden Daniel Pinto (55) und Gordon Smith (59) zugleich zwei Spartenleiter befördert: Sie teilen sich künftig den Posten des für das Tagesgeschäft zuständigen Vorstands. Diese Position war formal unbesetzt, seitdem Matthew Zames, der als Kronprinz Dimons galt, im vergangenen Jahr überraschend das Unternehmen verlassen hatte.

Pinto leitet bislang Firmenkundengeschäft und Investmentbanking, Smith die Privatkundensparte mit Verbraucherkrediten, Hypotheken und Kreditkarten. Hinter Dimons beruflicher Zukunft standen wegen einer Krebserkrankung zwischenzeitlich Fragezeichen. Der Bankchef gilt als einer der mächtigsten Männer der Wall Street.

dpa-afx, soc

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