12.10.2017  Trotz schwächeren Anleihehandels

Citigroup und JPMorgan steigern Gewinne kräftig

Bankchef Jamie Dimon: Steigende Zinsen helfen JP Morgan
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Bankchef Jamie Dimon: Steigende Zinsen helfen JP Morgan

Die US-Großbank Citigroup hat sich im dritten Quartal besser geschlagen als erwartet. Der Überschuss kletterte verglichen mit dem Vorjahreswert um acht Prozent auf 4,1 Milliarden US-Dollar, wie der Finanzkonzern am Donnerstag in New York mitteilte. Die Erträge - also die gesamten Einnahmen - wuchsen um zwei Prozent auf 18,2 Milliarden Dollar. Damit wurden die Prognosen der Analysten übertroffen.

Die Zurückhaltung der Anleger an den Börsen belastete die Handelssparte zwar, allerdings nicht so stark wie befürchtet. Zudem profitierte die Bank von einem verbesserten Kreditgeschäft und geringeren Ausgaben.

JP Morgan verdient 6,7 Milliarden Dollar

Auch die größte US-Bank JPMorgan profitiert von höheren Leitzinsen und einer stärkeren Kreditvergabe. Der Nettogewinn kletterte im dritten Quartal um sieben Prozent auf 6,73 Milliarden Dollar, wie das Geldhaus am Donnerstag mitteilte. Damit übertraf JP Morgan die Erwartungen von Analysten leicht. Die Aktie notierte im vorbörslichen Handel jedoch kaum verändert.

Im Handel lief es dagegen schlechter. Vor allem im Anleihehandel brachen die Einnahmen um 27 Prozent ein. Das könnte auch ein schlechtes Omen für die Deutsche Bank sein, die in diesem Geschäft stark ist. Wegen der Entscheidung Großbritanniens, die EU zu verlassen und der US-Präsidentschaftswahl hatten Anleger im vergangenen Jahr noch mit Freude bei Anleihen zugegriffen.

Aber auch von Aktien ließen sie nun eher die Finger, hier ging das Geschäft bei JP Morgan um vier Prozent zurück. Viele US-Banken hatten bereits davor gewarnt, dass ihr Handelsgeschäft Einbußen verzeichnet hat.

Am Donnerstag gibt auch noch Citigroup Einblick in die Bücher. Am Freitag folgen Bank of America und Wells Fargo .

la/reuters

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