29.03.2017  Donald Trumps Kredit wird restrukturiert

So will die Deutsche Bank ihr Trump-Problem loswerden

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Protest vor Trump-Hotel in Washington: Das Gebäude hat die Deutsche Bank mit finanziert
AFP
Protest vor Trump-Hotel in Washington: Das Gebäude hat die Deutsche Bank mit finanziert

Die Deutsche Bank ist größte Gläubigerin von Donald Trump - eine Rolle, die keine US-amerikanische Bank übernehmen wollte, lange bevor etwaige Interessenkonflikte wegen der Position des US-Präsidenten aufkamen. Diese Ausnahmestellung ist dem Konzern aus verschiedenen Gründen unangenehm. Laut mehreren Medienberichten versucht er derzeit, seine Trump-Kredite zu restrukturieren.

Offiziell will die Deutsche Bank nichts zu ihren Trump-Deals sagen. Aber die Verbindlichkeiten von gut 300 Millionen Dollar - etwa die Hälfte von Trumps Gesamtschulden - musste der Kandidat im Wahlkampf offenlegen. Und ein "Bloomberg"-Bericht auf Grundlage von Insidergesprächen erklärt die Probleme der Bank.

Drei Trump-Immobilien wurden mit Hilfe der Deutschen Bank finanziert:

Restrukturierung ist in Zusammenhang mit Krediten ein böses Wort. Meist wird damit eine Umschuldung beschönigt, die nötig wird, weil der Schuldner seine Zahlungspflicht nicht erfüllen kann oder will - man könnte auch Pleite dazu sagen. Doch während der Schuldner Trump und die Gläubigerin Deutsche Bank sich in der Vergangenheit schon vor Gericht über Zahlungsmoral stritten, gilt diesmal nicht das Kreditrisiko als Problem. Die laufenden Darlehen würden regelmäßig bedient, heißt es.

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