01.08.2018  China-Werk soll fünf Milliarden Dollar kosten

Tesla setzt auf chinesische Investoren für Gigafactory

Tesla-Elektroautos an Ladesäulen in Hong Kong
REUTERS
Tesla-Elektroautos an Ladesäulen in Hong Kong

Frisches Kapital am Kapitalmarkt aufnehmen? Das will Tesla-Chef Elon Musk in diesem Jahr vermeiden. Tesla habe keine Liquiditätsprobleme, erklärte Musk zuletzt wiederholt. Dennoch haben die Kalifornier auch einige Projekte in Planung, die viel Geld kosten dürften. Etwa eine geplante Batterie- und Autofabrik in China, die Tesla bereits angekündigt hat. Um diese "Gigafactory" in Asien zu finanzieren, will Tesla nun offenbar auf lokale Investoren vor Ort zugehen.

Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge soll das Werk in China fünf Milliarden US-Dollar kosten. Das Geld dafür wolle Tesla in China aufnehmen, berichtete Bloomberg unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person. Vor gut einem Monat hatte Musk verkündet, sich mit der Stadtregierung von Shanghai auf den Bau einer Tesla-Fabrik in der Millionenmetropole geeinigt zu haben. Schon damals hatten Analysten die Frage aufgeworfen, wie Tesla das Werk bezahlen will.

Laut Bloomberg sollen lokale chinesische Investoren das Werk finanzieren und damit auch das Risiko mitttragen. Den Informationen zufolge soll in der neuen Fabrik nahe Shanghai von 2020 an das neue Model 3 gebaut werden. China ist der zweitgrößte Markt für Tesla nach den USA und weltweit gesehen der größte für Elektroautos. Der Produktionsstandort in China war für Tesla angesichts des Handelsstreits zwischen den USA und China noch dringlicher geworden. Zuletzt musste die Firma die Preise um mehrere zehntausend Dollar erhöhen, um Strafzölle aufzufangen.

wed/dpa

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