25.10.2018 
Tesla schreibt zum dritten Mal schwarze Zahlen

Elon Musk verspricht weitere Gewinne

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"Dieses Quartal war ein wichtiger Schritt in Richtung dauerhafte Profitabilität und ich bin unglaublich aufgeregt, was vor mir liegt.", erklärte Elon Musk in einer Telefonkonferenz in der Nacht
REUTERS
"Dieses Quartal war ein wichtiger Schritt in Richtung dauerhafte Profitabilität und ich bin unglaublich aufgeregt, was vor mir liegt.", erklärte Elon Musk in einer Telefonkonferenz in der Nacht

Elon Musk hält Wort: Tesla weist endlich wieder einen Quartalsgewinn aus - der dritte überhaupt. Das ist aber nicht die einzige Überraschung. Die Aktie schießt in die Höhe, und der exzentrische Musk gewinnt wieder ein Stück Glaubwürdigkeit zurück. Doch ist Tesla damit dem Ziel eines profitablen Massenherstellers wirklich entscheidend nähergekommen?

Andrew Edward Left hatte schon 24 Stunden zuvor das Handtuch geschmissen. "Es ist eine Revolution, die ich unterschätzt habe", sagte der bekannte Tesla-Kritiker dem Sender Bloomberg TV. Hatte der Großanleger zuvor gegen einen Erfolg des Elektroautobauers gewettet, sei er nun zuversichtlich, dass Elon Musk sein Versprechen halten und Tesla profitabel machen werde.

Schon dieses Interview hatte die Aktie von Tesla zweistellig nach oben katapultiert - am Mittwoch nach Börsenschluss ging es in der Spitze nochmal 14 Prozent auf 320 Dollar nach oben.

Denn Elon Musk hat nicht nur mit dem dritten Quartalsgewinn in der Geschichte des Elektroautopioniers überrascht, wo der Markt eigentlich einen kleinen Verlust erwartet hatte. Tesla konnte zudem durch ein starkes Umsatzplus auch die liquiden Mittel kräftig steigern. Überdies bekräftigte Tesla seine Gewinnprognose und einen positiven Cash Flow für das vierte Quartal.

Das heißt: Musk kommt seinem Versprechen, Tesla zu einem profitablen Autobauer zu machen, ein gutes Stück näher. Zugleich entkräftet er die unter einer ganzen Reihe von Analysten verbreitete Annahme, dem Autobauer könnte wegen der enormen Anlaufkosten für Model 3 das Geld ausgehen und eine weitere Kapitalerhöhung stünde bald bevor.

Der Glaubwürdigkeit des exzentrischen Managers, der in der Vergangenheit oft die Produktionsziele verfehlte, mal nonchalant mit einem Tweet über einen Börsenrückzug spekulierte, so die Aktie in die Tiefe und Investoren in den Wahnsinn trieb - der Glaubwürdigkeit von Elon Musk kann dieser Quartalsbericht nur gut tun.

Unter dem Strich verdiente Tesla im dritten Quartal rund 312 Millionen Dollar. Im Vorjahresquartal stand hier noch ein Verlust von rund 620 Millionen Dollar. Der Umsatz lag mit 6,8 Milliarden Dollar gut 500 Millionen höher als erwartet. Den positiven Mittelzufluss (Free Cash Flow) bezifferte Tesla auf 881 Millionen Dollar. Zuvor hatte Tesla wegen der hohen Anlauf- und Produktionskosten des Hoffnungsträgers Model 3 jedes Quartal Milliarden verbrannt.

Im dritten Quartal lieferte Tesla 55.840 Model-3-Fahrzeuge aus und spielte allein damit mehr als drei Milliarden Dollar ein. Pro Woche verlassen nun 4300 Stück die Werkshallen, 5300 sollen es zum Ende des Quartals gewesen sein.

Das Quartal "markiert einen Wendepunkt", schreibt Joe Dennison, Portfolio Manager von Zevenbergen Capital Investments. Die starke Nachfrage nach teureren Allrad- und Hochleistungsversionen des Modells 3 sowie der Plan von Tesla, das Auto Anfang nächsten Jahres in Europa zu verkaufen, sollten die Gewinnmargen stützen, schrieb er in einer Kurzanalyse.

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