14.02.2018 
Mehr als Porsche und Daimler

Liqui Moly zahlt 11.000 Euro Prämie pro Mitarbeiter

Liqui Moly: Der Schmierstoffhersteller versucht die Sparte mit Pflege- und Reparaturmitteln zu stärken und so die Abhängigkeit vom Öl zu verringern
DPA
Liqui Moly: Der Schmierstoffhersteller versucht die Sparte mit Pflege- und Reparaturmitteln zu stärken und so die Abhängigkeit vom Öl zu verringern

Geldregen für die Mitarbeiter des Schmierstoff-Herstellers Liqui Moly: Jeder der 835 Mitarbeiter erhält für das vergangene Jahr eine Prämie von 11.000 Euro. Damit zahlt das Unternehmen aus Ulm eine höhere Sonderzahlung als beispielsweise der Autobauer Porsche, der traditionell sehr hohe Prämien ausschüttet.

So bekam jeder Porsche-Mitarbeiter für 2016 in Anlehnung an das 911er Modell 9111 Euro ausgezahlt hat. Für 2017 sollte die Prämie ähnlich hoch ausfallen. Konkurrent Daimler hat seine Sonderzahlung für dieses Jahr schon bekannt gegeben: Jeder der 130.000 Mitarbeiter erhält eine Prämie in Höhe von 5700 Euro - soviel wie nie zuvor, seit der Autobauer die Prämie zahlt.

Liqui Moly ist im Dezember vergangenen Jahres vollständig von dem Handelskonzern Würth übernommen worden. Geschäftsführer Ernst Prost verkaufte seinen Anteil in Höhe von 33,3 Prozent, die Höhe des Kaufpreises wurde nicht bekannt. Die Würth-Gruppe war zuvor schon fast 20 Jahre lang stiller Teilhaber bei Liqui Moly.

Erstmals hat der 1957 gegründete Schmierstoff-Hersteller nun auch Gewinnzahlen veröffentlicht. So konnte Liqui Moly 2017 den Ertrag vor Zinsen und Steuern um 9 Prozent auf 52 Millionen Euro steigern. Der Umsatz stieg ebenfalls um 9 Prozent auf 532 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote liegt bei 80 Prozent. Insgesamt schüttet das Unternehmen davon mehr als 10 Millionen Euro an die Mitarbeiter aus.

mg

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