09.07.2018  CATL aus China macht den Anfang in Thüringen

Diese Firmen planen "Gigafactories" in Europa

Von und Nils-Viktor Sorge

Batteriefertigung bei Ford in den USA
Ford
Batteriefertigung bei Ford in den USA

Die Automobilbranche steht unter Strom: Volkswagen will bis 2025 50 Elektroauto-Modelle und 30 Plugin-Hybridautos anbieten. Daimler bastelt an einer eigenen Elektroauto-Marke, BMW will sein Angebot an Elektroautos ebenfalls ausweiten, Tesla drängt mit seinem Einstiegsfahrzeug Model 3 nach Europa - und japanische Hersteller ebenfalls.

Bisher stammen die Zellen für Elektroauto-Akkus von japanischen und koreanischen Herstellern, die diese in Werken in Asien produzieren ließen. Doch Batteriezellen sind schwer und aufwändig zu transportieren. Wer es ernst meint mit der Elektromobilität, muss daher in Europa eigene Zellwerke aufbauen. Das fordern auch immer mehr Manager und Politiker, auch auf EU-Ebene. Es stehen Arbeitsplätze und Wertschöpfung auf dem Spiel.

Nun führt ein chinesisches Unternehmen die deutsche Industrie vor: Der weltgrößte Batteriezellenhersteller Contemporary Amperex Technology (CATL) will in Deutschland eine große Produktionsstätte aufbauen - in Thüringens größtem Industriegebiet "Erfurter Kreuz". Bis zu 1000 Arbeitsplätze könnten hier langfristig entstehen, BMW hat einen Großauftrag an CATL vergeben.

Asiatische CATL-Konkurrenten investieren - in kleinerem Umfang - vornehmlich in Osteuropa, die ersten Firmen haben schon Spatenstiche gesetzt. Auch Startups wittern Chancen: Ende 2017 hat das schwedische Unternehmen Northvolt seine Entscheidung über einen Produktionsstandort verkündet, ein deutsches Konsortium hat ebenfalls Großes vor. Wir stellen die wichtigsten Player im großen europäischen E-Autoakku-Monopoly vor.

1 / 10

Mehr zum Thema