06.10.2017 
Teslas Probleme mit Model 3-Fertigung

Dieser Deutsche geht durch Elon Musks "Produktionshölle"

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Mitten in der "Produktionshölle": Peter Hochholdinger, Teslas Vice President Production, muss die Model-3-Produktion rasch steigern, um Elon Musk und die Anleger bei Laune zu halten
youtube/automotiveit
Mitten in der "Produktionshölle": Peter Hochholdinger, Teslas Vice President Production, muss die Model-3-Produktion rasch steigern, um Elon Musk und die Anleger bei Laune zu halten

Die Warnung seines Chefs war ebenso eindeutig wie schmerzlich: "In den kommenden sechs Monaten werden wir durch die Produktionshölle gehen", erklärte Tesla-Chef Elon Musk Ende Juli. Da übergab Musk gerade die ersten 30 Exemplare seines neuen Elektroauto-Modells Model 3, mit denen der kalifornische Autohersteller den Massenmarkt erobern will.

Autoproduktionsprofi Peter Hochholdinger, den Tesla Mitte 2016 von Audi abgeworben hatte, dürfte Musks Höllen-Satz genau im Gedächtnis geblieben sein. Trotz aller Vorbereitungen, trotz der jahrzehntelangen Erfahrung Hochholdingers im Großserienbau musste Tesla jüngst beunruhigende Zahlen veröffentlichen: Gerade mal 260 Exemplare von Teslas Model 3 wurden im dritten Quartal ausgeliefert - das sind nicht einmal 4 Autos pro Werktag. Wer wie Musk den Weltmarkt aufrollen will, sollte da schon ein paar mehr Autos auf die Straße bringen. 1500 sollten es nach Teslas Ankündigungen eigentlich sein.

Damit verfehlte Tesla sein Produktionsziel deutlich. Zwar erklärt Tesla in einer Pressemeldung zu den jüngsten Quartalszahlen, dass es keine "fundamentalen Fehler" in der Model 3-Produktion oder der Lieferkette gebe. Tesla verstehe, was dabei korrigiert werden müsse und sei zuversichtlich, die Engpässe in naher Zukunft zu beheben.

Auf Nachfrage von manager-magazin.de heißt es bei Tesla auch, dass Elon Musk bereits bei der Vorstellung der Zahlen für das zweite Quartal darauf hingewiesen habe, dem zeitlichen Rahmen eines Quartals nicht allzu viel Beachtung zu schenken. Bei einem exponentiell ansteigenden Produktionsverlauf scheinen "leichte Veränderungen von ein paar Wochen hier oder da zwar dramatische Auswirkungen zu haben", erklärte Musk damals. Doch das sei einfach der "Willkürlichkeit geschuldet, mit der ein Quartal eben ende".

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