06.06.2018 
Fraunhofer-Vergleich untermauert Gefahr für Standort Deutschland

So viele Jobs bringen E-Motoren, Benziner oder Diesel

Von Nils-Viktor Sorge und

Neues Ruhrgebiet? Daimler-Chef Dieter Zetsche (M) und Stuttgarts Bürgermeister Fritz Kuhn (r) mit Arbeiter in der Motorenproduktion im Mercedes-Werk Untertürkheim
DPA
Neues Ruhrgebiet? Daimler-Chef Dieter Zetsche (M) und Stuttgarts Bürgermeister Fritz Kuhn (r) mit Arbeiter in der Motorenproduktion im Mercedes-Werk Untertürkheim

Deutschlands Vorzeigeindustrie muss sich mit dem hässlichen Wort "Strukturwandel" beschäftigen. Was an Kohle, Stahl und Werften erinnert, steht auch der Autobranche bevor, falls die Elektromobilität sich wie erwartet durchsetzt. "Wir benötigen neue Tätigkeiten für knapp 70.000 Mitarbeiter", warnte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann jüngst im Interview mit dem manager magazin. Es kursieren auch noch drastischere Szenarien.

Jetzt ist die Quelle für Hofmanns Zahl öffentlich: Eine Studie des Fraunhofer-Instituts IAO zeigt, wie viele Jobs an Verbrennungsmotoren und Getrieben hängen - und wie viele sich mit E-Motoren oder Batterien ersetzen lassen.

Neben der Gewerkschaft haben auch der Industrieverband VDA sowie große Hersteller und Zulieferer (BMW, Daimler, Volkswagen, Bosch, Mahle, Schaeffler und ZF) mitgewirkt. Die Studie mit dem Titel ELAB ist also quasi die offizielle Einschätzung des Autostandorts Deutschland.

Wir zeigen Benziner, Diesel, Elektroautos und Hybride im Vergleich: Wie viele Arbeitsplätze bringt die Produktion von einer Million Fahrzeugen pro Jahr in den Großbetrieben?

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