24.08.2017 
Holding-Struktur mit drei Sparten

Daimler schafft sich Freiraum für Teilbörsengänge

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Daimler-Chef Dieter Zetsche könnte auch der neue Vorsteher der Holding werden
AP
Daimler-Chef Dieter Zetsche könnte auch der neue Vorsteher der Holding werden

Der Autokonzern Daimler konkretisiert seine Pläne für einen Umbau in eine Holding. Spätestens zur Hauptversammlung im Jahr 2019 solle das Unternehmen in der neuen Struktur arbeiten, möglicherweise auch schon früher. Das berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die am 24. August digital und am 25. August als Heft erscheint.

Vorstandschef Dieter Zetsche und Finanzvorstand Bodo Uebber hätten eine entsprechende Grundsatzentscheidung getroffen und mit wichtigen weiteren Entscheidungsträgern im Konzern vorbesprochen; nun müssten noch die juristischen Details ausgearbeitet und schließlich die formalen Beschlüsse der Gremien getroffen werden.

Die neue Struktur soll den Dax-Konzern, der 2016 auf einen operativen Gewinn von fast 13 Milliarden Euro kam, beweglicher machen. Vorgesehen ist eine Dreiteilung in Mercedes-Benz (samt den Lieferwagen), Lkw (samt den Bussen) sowie Finanzdienstleistungen, an die auch die Mobilitätsangebote angedockt werden können. Eine Aufspaltung wie etwa bei Volvo sei nicht vorgesehen, denkbar seien aber Teilbörsengänge, wie das manager magazin weiter berichtet.

Wer die Holding führt, hängt vom konkreten Startzeitpunkt ab. Denkbar sei, dass Vorstandschef Zetsche an die Spitze rückt. Da sein Vertrag aber nur noch bis 2019 läuft, gilt Bodo Uebber ebenfalls als Kandidat für die Holdingspitze.

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