16.04.2018  Li Shufu

Großaktionär Geely will Daimler in Allianz drängen

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Ist vom Wert weiterer Kooperationen überzeugt: Geely-chef und Daimler-Großaktionäre Li Shufu
AP/Song fan - Imaginechina
Ist vom Wert weiterer Kooperationen überzeugt: Geely-chef und Daimler-Großaktionäre Li Shufu

2. Teil: Li Shufu betont Unabhängigkeit, aber ...

Welchen Partner Li für Daimler womöglich im Blick hat, ließ er in dem Beitrag offen. Doch unterschätzen oder gar belächeln wird Zetsche den extrem wendigen und einfallsreichen neuen Partner aus China nicht mehr. Schon einmal hatten die Stuttgarter Li abblitzen lassen. Und ein paar Monate später? Plötzlich Großaktionär!

Quasi wie zum Trotz gegen eine womöglich engere Verzahnung oder Überkreuzbeteiligung mit Geely hatte sich Daimler ebenso überraschend an der chinesischen Elektroautotochter BJEV seines langjährigen chinesischen Partners BAIC mit knapp 4 Prozent beteiligt.

Mit anderen Worten: Daimler will und wird sich auf Anweisung seines neuen Großaktionärs nicht einfach in eine strategische Allianz begeben - mit wem auch immer. Den Einstieg von Geely hatte Zetsche ganz bewusst als "Start zu einer bisher noch offenen Zukunft" beschrieben. Nicht mehr und nicht weniger.

Li Shufu soll Zetsche gegenüber bislang nicht die Absicht geäußert haben, seinen Anteil über 10 Prozent zu erhöhen. Der Geely-Chef strebe auch keinen Sitz im Aufsichtsrat an, hieß es noch im März. Doch der Mann ist Überzeugungstäter und verfolgt seine Ziele ausdauernd und beharrlich.

Kooperationen stellten keine Gefahr für die Unabhängigkeit eines Autobauers dar, hebt Li in dem Beitrag mehrfach hervor. Zugleich aber verknüpft Li Forderungen nach mehr Zusammenarbeit mit dem erklärten Ziel, "Skaleneffekte zu nutzen" und die "Rendite der Aktonäre zu steigern".

Sätzen wie diesen wird Daimler-Chef Zetsche nicht zuletzt im eigenen Interesse hohe Aufmerksamkeit schenken.

mit Material von dpa

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