12.09.2017  Newsblog zur IAA

Müller und Eigner-Clans ringen um VW-Zukunft

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BMW i Vision Dynamics: Tesla-Fighter mit 600 Kilometern Reichweite und markanter Frontpartie
DPA
BMW i Vision Dynamics: Tesla-Fighter mit 600 Kilometern Reichweite und markanter Frontpartie

6. Teil: Angreifer aus China: BMW-Dissident Carsten Breitfeld will mit Byton punkten

18.10 Uhr: Viele grau-weiße Grafiken, viel zum Design - und gekonnt gesetzte Angriffe gegen das Auto-Etablissement: Die neue chinesische Elektroauto-Marke Byton schaltet bei ihrem ersten Pressetermin auf Angriff. Hinter Byton stecken ranghohe BMW-Abrünnige: Chef der Byton-Mutter Future Mobility Corporation ist der ehemalige i3-Chefentwickler Carsten Breitfeld, der vor gut einem Jahr eine Reihe an hochrangigen Ex-BMWlern nach China geholt hat.

Und die Byton-Macher, die ihre Pläne in einem Hotelraum statt auf einem Messestand präsentieren, geben mächtig Gas: Schon Anfang kommenden Jahres wollen sie in Las Vegas einen ersten fahrfähigen Prototypen vorstellen, Ende 2019 soll der Wagen dann in China auf den Markt kommen. Wenig erstaunlich: Das erste Modell wird ein SUV - mit 4,80 Metern Länge und einem ziemlich gewagten Innenraum.

FMC-Chef Carsten Breitfeld: Ende 2019 soll der erste Byton-SUV in China auf den Markt kommen
FMC
FMC-Chef Carsten Breitfeld: Ende 2019 soll der erste Byton-SUV in China auf den Markt kommen

Die Ausrichtung des chinesischen Startups mit Ex-BMWler-Starpower ist nun ebenfalls klarer: Sie wollen hochqualitative Autos in großen Stückzahlen fertigen - zu einem Preis ab rund 40.000 Dollar. Und sie haben eine klare Vorstellung, was sie besser machen wollen als die Konkurrenz: Bei der Produktionsqualität wollen sie deutlich besser sein als Tesla, und besonders bei der Konnektivität hervorstechen.

Herzstück des ersten Byton-Modells wird ein mit 49 Zoll Breite geradezu riesiger, gebogener Bildschirm, der sich statt eines Armaturenbretts komplett durch die Front des Fahrgastraums ziehen soll. Der Grundstein für das Byton-Werk in China ist bereits gelegt, in den ersten Finanzierungsrunden habt das Startup über 300 Millionen Kapital aufgestellt. Und Byton will global angreifen: Mitte 2020 sollen die Autos auch in den USA verkauft werden, wenig später in Europa.

So soll es im Byton-SUV aussehen
REUTERS
So soll es im Byton-SUV aussehen

17.50 Uhr: Der Autobauer Porsche hält vorerst am Dieselmotor fest. Es werde keinen Sofortausstieg geben, und somit werde auch die kürzlich vorgestellte neue Generation des Geländewagens Cayenne mit Dieselantrieb angeboten, kündigte Vorstandschef Oliver Blume am Montag an. Zuvor war darüber spekuliert worden, ob das Unternehmen angesichts des Diesel-Skandals künftig auf solche Varianten verzichtet. Porsche muss rund 21.500 Exemplare des Cayenne-Vorgängermodells mit 3-Liter-Dieselmotor per Software-Update nachbessern. Weltweit spielt der Diesel für Porsche eine eher untergeordnete Rolle. Das Unternehmen baut selbst keine Dieselantriebe, sondern bekommt diese von der VW-Konzernschwester Audi . In Deutschland und Europa hat aber jeder zweite Porsche-Viertürer - Cayenne, Macan oder Panamera - einen solchen Antrieb. Der Diesel leiste einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der CO2-Ziele und werde auch künftig bei Porsche im Einsatz sein, hieß es.

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