12.09.2017  Newsblog zur IAA

Müller und Eigner-Clans ringen um VW-Zukunft

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BMW i Vision Dynamics: Tesla-Fighter mit 600 Kilometern Reichweite und markanter Frontpartie
DPA
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5. Teil: VW investiert 20 Milliarden Euro in 80 neue E-Modelle

19.35: Und jetzt fällt der Vorhang für die neuen Volkswagen-Modelle, die der Konzern auf dieser IAA vorstellt - gleichzeitig bei allen Fahrzeugen. In der Vergangenheit hatte das Unternehmen nacheinander die Wagen auf die Bühne rollen lassen, die Zuschauer saßen auf einer kleinen Tribüne wie im Theater. Dieses Mal spart der Konzern Kosten und verlegt die Premieren von externen Hallen in die Messe selbst, wo solche Extravaganzen nicht möglich sind.

19.20 Uhr: Mattias Müller hat seine Rede beendet. Ein flammendes Plädoyer für einen kompletten Wandel der Branche hin zum Elektroauto. Das Batteriethema stand noch viel mehr im Mittelpunkt als bei früheren Auftritten Müllers. Klar, der Konzern brauche den Diesel noch eine Weile zum Geldverdienen, aber ansonsten will Volkswagen Weltmarktführer für E-Autos werden. Vom Kleinwagen bis zur Luxuslimousine könnten im Jahr 2025 schon drei Millionen Wagen im Jahr von den Bändern laufen.

19.15 Uhr: Müller verlässt sich bei seinem Auftritt nicht auf die pure Wucht der Zahlen. "Wir haben verstanden, und wir werden liefern. Das ist keine unverbindliche Absichtserklärung, sondern eine Selbstverpflichtung, an der wir uns ab heute messen lassen." Bis 2030 soll es nach Müllers Worten für jedes der weltweit rund 300 Modelle des Konzerns in allen Fahrzeugklassen und -segmenten mindestens eine elektrifizierte Variante geben. Hintergrund ist eine "Roadmap E" genannte Strategie - laut VW die umfassendste Elektrifizierungsoffensive in der weltweiten Autoindustrie. Bis 2025 soll etwa jedes vierte neue Auto des Konzerns rein batterieelektrisch angetrieben sein - was zugleich bedeutet, dass die mit Diesel und Benzin angetriebenen Verbrenner eine wichtige Rolle behalten.

19.10 Uhr: Um die geplante Menge an Elektroautos mit Akkus ausstatten zu können, benötigt Volkswagen bis 2025 eine Batteriekapazität von mehr als 150 Gigawattstunden pro Jahr. Dafür habe man eines der größten Beschaffungsvolumen in der Geschichte der Industrie ausgeschrieben: mehr als 50 Milliarden Euro.

Für seine Elektrifizierungs-Offensive namens "Roadmap E" braucht VW bis 2025 eine Batteriekapazität von mehr als 150 Gigawattstunden pro Jahr - und will dafür 50 Milliarden Euro ausgeben
REUTERS
Für seine Elektrifizierungs-Offensive namens "Roadmap E" braucht VW bis 2025 eine Batteriekapazität von mehr als 150 Gigawattstunden pro Jahr - und will dafür 50 Milliarden Euro ausgeben

19.10 Uhr: Müller macht deutlich, dass dies nicht irgendeine IAA ist: Diese IAA findet unter besonderen Vorzeichen statt." Die Zeiten in den sich die Brache hier in Frankfurt selbst gefeiert hat, seien vorbei. "Es geht um das Selbstverständnis der Industrie. Vertrauen gewinnen wir nur zurück, wenn wir berechtigte Kritik aktiv annehmen und mehr Ehrlichkeit an den Tag legen." Ein Unternehmen wie Volkswagen müsse mutig vorangehen, gerade wenn es um den Antrieb geht, das Herzstück des Automobils.

19.05 Uhr: VW-Konzernchef Matthias Müller fährt in einem autonomen Bus auf die Bühne. Es ist "Sedric", das erste vollautomatische Fahrzeug von Volkswagen.

Ankunft im autonomen Bus: VW-Chef Matthias Müller lässt sich von "Sedric" auf die Bühne bringen
REUTERS
Ankunft im autonomen Bus: VW-Chef Matthias Müller lässt sich von "Sedric" auf die Bühne bringen

19 Uhr: Hier beginnt gerade die VW-IAA-Party. Frisch serviert wird außer Bier und Sektcocktails eine Pressemitteilung: Volkswagen reklamiert die umfassendste Elektroauto-Offensive der Automobilindustrie für sich. Satte 80 verschiedene Automodelle (50 reine Elektromodelle und 30 Plugin Hybride) sollen die Konzernmarken bis 2025 zu den Kunden bringen, das Unternehmen investiert 20 Milliarden Euro. Zudem schreiben die Wolfsburger Batterieaufträge für 50 Milliarden Euro aus. Das entspreche vier Gigafactories, schreibt VW.

18.30 Uhr: Diese IAA steht für einen grundlegenden Paradigmenwechsel", hatte VDA-Präsident Matthias Wissmann heute den "Reuters"-Kollegen gesagt. Ob die Daimler und VW diesen großen Worten des Branchenchefs Taten, sprich Modelle, folgen lassen? Wir schauen es uns an!

18.15 Uhr: Was haben die deutschen Autohersteller auf der IAA zu bieten? Mercedes und Volkswagen versprechen für den heutigen Abend exklusive Previews auf ihre neuen Modelle - seien Sie dabei, wenn unsere mm-Redakteure Nils-Victor Sorge und Wilfried Eckl-Dorna live aus Frankfurt berichten. Die Vorstellungs-Shows von VW und Mercedes starten jeweils gegen 19 Uhr.

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