12.09.2017  Newsblog zur IAA

Müller und Eigner-Clans ringen um VW-Zukunft

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BMW i Vision Dynamics: Tesla-Fighter mit 600 Kilometern Reichweite und markanter Frontpartie
DPA
BMW i Vision Dynamics: Tesla-Fighter mit 600 Kilometern Reichweite und markanter Frontpartie

4. Teil: Den Anfang bei Daimler macht der Smart Vision EQ - per Smartphone zu bedienen

19.50 Uhr: Den Anfang von Daimlers Neuvorstellungen macht die Kleinwagenmarke Smart. Die hat ein Konzeptfahrzeug mit dem sperrigen Namen Smart Vision EQ Fortwo im Gepäck - ohne Lenkrad, selbstfahrend, elektrisch und auf Car-Sharing ausgelegt. Auf die Bühne fährt das Auto in einer Art Musical-Inszenierung mit Gesängen, mit ein paar von Schauspielern gespielten Theaterszenen dazwischen. All das erinnert in seiner Überdrehtheit wohl nicht ganz zufällig an den Film La-La-Land. Bloß der ganz große Bühnentanz fehlt.

Am Ende des Tanzes um den Autowinzling ist Zetsche dann für die sachliche Erklärung der Features zuständig. Der Smart der Zukunft lasse sich komplett via Smartphone bedienen, kündigt Zetsche an. Der Smart Vision solle so viel wie möglich unterwegs sein, damit ihn möglichst viele Leute teilen können, wünscht sich der Daimler-Chef. Nur Güter liefern kann er nicht - das kann dafür dann jener vollelektrische Lkw, den Daimler in Kürze in New York vorstellen will.

Und nach all den bunten Ankündigungen und Zukunftsvisionen gibt es auf der Daimler-Bühne nun auch eine klare Strategieansage: Smart soll die erste Marke werden, die Daimler komplett auf Elektroantrieb umstellt. Und zwar in naher Zukunft.

Auf Car-Sharing angelegt, per Smartphone zu bedienen: Daimlers Smart vision EQ fortwo
AP
Auf Car-Sharing angelegt, per Smartphone zu bedienen: Daimlers Smart vision EQ fortwo

19.40 Uhr: Die Daimler-Show beginnt. Menschen mit hellerleuchteten Fensterrahmen tanzen über eine dunkle Bühne, im Hintergrund schwirren Computergrafiken mit vielen Würfeln durch die Gegend. "Inspiration is a challenge", sagt ein junger Mann. Das Motto des Abends wird am Ende des Fenstertanzes klar: Create the new. Daimler-Chef Dieter Zetsche betritt - ganz Silicon Valley-tauglich - in Jeans und blauem Jackett die Bühne. Diesmal will sich Daimler neu präsentieren, kündigt er an. Zuerst spricht er mal das größte Manko der Branche an: Den Vertrauensverlust durch die Dieselkrise. Er bedauere das sehr, so Zetsche. Doch Fakt ist: "Wir brauchen den Diesel", wirbt er wieder mal. Drei Milliarden Euro habe Daimler in den Selbstzünder investiert.

Und nach weniger als zehn Sätzen ist Zetsche schon bei der Elektromobilität angelangt: 10 Milliarden Euro will Daimler investieren, mehr als 50 elektrifizierte Modelle anbieten. Und dann kommt er gleich auf die Zukunft zu sprechen: auf autonomes Fahren etwa und das Carsharing. Die Mobilität der Zukunft wird für den Kunden facettenreicher, verspricht Zetsche auf der Bühne. Nur ob das teurer wird als bisher, dazu sagt er nichts.

Daimler-Show: "Create the new"
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Daimler-Show: "Create the new"

19.40 Uhr: Achtung, hier summt die Polizei - so muss es wohl bald heißen, wenn man den Fahrzeugen vor dem Eingang zur Mercedes-Halle folgt. Bei Daimler dürfte es an diesem Vorabend ziemlich elektrisch zugehen - denn neben dem Eingang steht auch noch eine verhüllte Volocopter-Elektrodrohne, die Menschen autonom durch die Luft fliegen soll. Wir sind schon mal gespannt, welche elektrisierenden Worte Daimler-Chef Dieter Zetsche gleich finden wird.

Up up and away: Daimlers Volocopter-Elektrodrohne
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Up up and away: Daimlers Volocopter-Elektrodrohne

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