05.05.2017  Kaufprämie beginnt zu wirken

Deutschland entdeckt die Elektroautos

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Die deutsche Kaufprämie für Elektroautos beginnt langsam zu wirken. Nach langer Stagnation setzen die Hersteller seit einigen Monaten spürbar mehr Batteriefahrzeuge in der Bundesrepublik ab.

Im ersten Quartal des Jahres ist der Anteil erstmals über die Ein-Prozent-Marke gesprungen und liegt bei 1,2 Prozent. Die Behörden ließen 10.328 Elektroautos zu, das sind knapp doppelt so viele wie im Vorjahresquartal.

Damit spielt der deutsche Elektroauto-Markt nun immerhin in einer Liga mit Frankreich und Großbritannien, wie die Übersichtskarte von Statista zeigt. Der E-Auto-Anteil entspricht zudem genau dem Durchschnitt in den 15 westeuropäischen EU-Ländern.

Die Elektroauto-Vorreiterstaaten sind aber weiterhin andere. Nochmals gesteigert hat Norwegen den Anteil von Batterie-Autos an den Gesamtzulassungen - auf nunmehr 35,3 Prozent. Dahinter hat Schweden (4,3 Prozent) seit einiger Zeit die Niederlande (2,1 Prozent, Platz 4) als E-Auto-Land Nummer zwei abgelöst, nachdem dort die Subventionen heruntergefahren wurden. Dazwischen schiebt sich noch die Tesla-Hochburg Schweiz mit 2,3 Prozent.

Als erstes osteuropäisches Land außerhalb des Baltikums hat Ungarn den Sprung über die 0,5-Prozent-Marke geschafft (0,8 Prozent). In Polen, Tschechien und der Slowakei spielen Elektroautos dagegen weiterhin überhaupt keine Rolle.

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