21.04.2017  Probleme mit der Handbremse

Tesla ruft 53.000 Autos zurück

Tesla Model S-Autos
DPA
Tesla Model S-Autos

Es ist der bislang größte Rückruf für Tesla: Bei insgesamt 53.000 Autos der Typen Model S und Model X müssen die Handbremsen ausgetauscht werden.

Tesla hat wegen eines möglichen Defekts der Handbremse weltweit insgesamt rund 53.000 Autos der Typen Model S und Model X zurückgerufen. Das Problem könne zu einem Fehler beim elektrischen Parkbremssystem führen, durch den die Bremse sich nicht löse, teilte der US-Elektroautobauer mit. Die Handbremsen müssten sicherheitshalber ausgetauscht werden. Die offizielle Rückruf-Mitteilung gehe in Kürze an die Kunden.

Allerdings geht Tesla davon aus, dass diese von einem Zulieferer verschuldeten Mängel die Sicherheit der Kunden nicht gefährden, das Unternehmen wisse von keinen Unfällen oder Verletzungen in diesem Zusammenhang. Demnach handele es sich um eine freiwillige Maßnahme, nur fünf Prozent der zurückgerufenen Autos dürften laut Tesla tatsächlich von dem Defekt betroffen sein.

Zurückgerufen werden zwischen Februar und Oktober 2016 hergestellte Model S und Model X. Der Austausch der Handbremse soll laut Tesla 45 Minuten dauern. Die Aktie reagierte leicht negativ und stand zuletzt mit gut einem Prozent im Minus.

Im vergangenen Jahr hatte Tesla in den USA 2700 Fahrzeuge des Model X in die Werkstätten zurückgerufen. Im Falle eines Unfalls könnten Sitze in der dritten Reihe des Fahrzeugs unerwartet nach vorn rutschen, hatte das Unternehmen damals den Schritt begründet.