07.04.2017  Stotterstart für E-Auto-Prämie

Das Geld für neue Autos liegt auf der Straße

Von und

Seit einem Dreivierteljahr soll der Umweltbonus die Deutschen zum Kauf neuer Elektroautos animieren. 1,2 Milliarden Euro haben Bund und Autohersteller dafür ausgelobt - das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) schätzte zu Beginn, dass diese Mittel bis etwa 2019 reichen sollten.

Wie die Grafik von Statista zeigt, stellen die ersten neun Monate der Elektroauto-Prämie diese Zahl allerdings erheblich infrage: Gerade einmal fünf Prozent der potenziellen Fördermittel sind aktuell beantragt - geht es so weiter, reichen die 1,2 Milliarden für insgesamt 15 Jahre.

Aufgeschlüsselt nach Herstellern, profitiert aktuell BMW am stärksten vom Bonus: 4183 Anträge auf Förderung der Anschaffung eines E-BMWs sind bis zum 31. März beim Bafa eingegangen, mehr als die Hälfte davon für einen i3. Audi , das mit dem Plug-in-Hybrid A3 e-tron im Ranking auftaucht, steht auf Platz 3. (Eine Prämien-Rangliste nach Fahrzeugmodellen finden Sie hier.)

Hybride wie den A3 fördern Bund und Hersteller mit insgesamt 3000 Euro Zuschüssen, reine Batterie-Elektroautos werden mit 4000 Euro bezuschusst. Auch Brennstoffzellenfahrzeuge können 4000 Euro einheimsen - für deren Förderung sind in den ersten neun Monaten allerdings nur ganze drei Anträge eingegangen, alle für den Kauf eines Hyundai ix35-SUVs.

Um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, die mit der Förderprämie verbunden werden, muss die Nachfrage in den kommenden Jahren noch einmal erheblich anziehen. Auf der Angebotsseite tut sich zumindest ein bisschen: Volkswagen und Daimler haben mit dem e-Golf und einem zwei- und einem viersitzigen Smart 2017 drei neue Elektro-Modelle an den Start gebracht; Opel und Tesla bringen mit dem Ampera-e und dem Model 3 in nächster Zeit zwei Autos auf den Markt, denen Experten durchaus zutrauen, den Durchbruch in den Massenmarkt zu schaffen.

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