04.11.2016  Deutschland bleibt E-Auto-Entwicklungsland

Hybride jagen Diesel Marktanteile ab

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2016 war bislang das Jahr der Hybridmotoren: Von Januar bis Oktober haben Autobauer in Deutschland laut Zahlen des Kraftfahrtbundesamts 41,5 Prozent mehr Fahrzeuge mit kombinierten Antrieben verkauft als im selben Zeitraum im Jahr zuvor. Im Monatsvergleich waren es im Oktober sogar 67,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Leichte Abstriche müssen die Hersteller hingegen beim Diesel machen: Im Oktober verkauften Volkswagen und Co. gut 12 Prozent weniger Diesel-Fahrzeuge - in den ersten zehn Monaten waren es nur 1,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. In absoluten Zahlen haben Diesel-Fahrzeuge aber natürlich noch weit die Nase vorn - 1,3 Millionen verkaufte Selbstzünder stehen gut 38.000 Hybriden gegenüber.

Die steigende Beliebtheit der Hybridfahrzeuge ist auch deshalb bemerkenswert, weil Deutschland bei rein elektrisch angetriebenen Autos weiterhin reichlich Potenzial nach oben hat: Wie die Grafik zeigt, die Statista für manager-magazin.de auf Basis von Zahlen der Autoherstellervereinigung Acea erstellt hat, lag der Anteil der Stromer an den Neuwagenverkäufen der ersten neun Monate bei etwa 0,6 Prozent. Die Abfolge der E-Auto-Landkarten des Jahres (siehe Bildergalerie oben) zeigt auch: Bislang verpufft die deutsche Kaufprämie quasi vollständig.

Ein wichtiger Impuls könnte nun ausgerechnet aus China kommen: Das Land will ab 2018 Autoherstellern Quoten für E-Autos vorschreiben. Hersteller müssten so rasch sehr viele elektrisch betriebene Fahrzeuge verkaufen - andernfalls drohen ihnen Produktionsdrosselungen in einem der wichtigsten Absatzmärkte der Welt.

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In Kooperation mit statista

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