16.02.2017 
Verkaufsgespräche

Stada-Aufsichtsrat nimmt Vorstand in Manndeckung

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Ein Stada-Chef: Matthias Wiedenfels.
Stada Arzneimittel
Ein Stada-Chef: Matthias Wiedenfels.

Der Aufsichtsrat des Pharmakonzerns Stada schaltet sich stärker in die Verhandlungen mit Kauf-Interessenten für den MDax-Konzern ein. Dazu hat das Kontrollgremium einen Ad-hoc-Ausschuss eingerichtet. Der Ausschuss soll während der Gespräche mit den Kaufinteressenten engsten Kontakt mit dem Vorstand halten. Aufsichtsratschef Carl Ferdinand Oetker wird diesen fünfköpfigen Ausschuss leiten. Entsprechende Informationen von manager-magazin.de bestätigte das Unternehmen am Donnerstagnachmittag.

Die Einrichtung des Ausschusses ist eine Reaktion auf die angespannte Lage bei dem Unternehmen aus Bad Vilbel mit einem Umsatz von zuletzt 2,12 Milliarden Euro und gut 10 000 Beschäftigten. Mitte Februar hatten die Finanzinvestoren Cinven und Advent ihr Interesse an einer Übernahme schriftlich bekundet und als Ausgangsbasis für Preisverhandlungen rund 56 Euro je Aktie genannt. Der Kurs Stadas war daraufhin um rund 15 Prozent in die Nähe dieser Marke gesprungen.

Aufsichtsratschef Oetker steht einem Verkauf, grundsätzlich skeptisch gegenüber (Lesen Sie dazu den Bericht in der März-Ausgabe des manager magazins), Vorstandschef Matthias Wiedenfels dagegen grundsätzlich offen. Wie das manager magazin in seiner aktuellen Ausgabe weiter berichtet, bereitet Oetker seit Monaten die Ablösung Wiedenfels' vor. In der Mitteilung zur Einrichtung des Ad-hoc-Ausschusses heißt es: "Der Vorstand der Stada Arzneimittel AG hat die Einrichtung des Ausschusses explizit begrüßt und freut sich auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit."

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